Opfer sexualisierter Gewalt werden gestärkt

14. März 2013 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Strafrechtliche und zivilrechtliche Verjährungsfristen werden verlängert Heute wird im deutschen Bundestag das Gesetz zur Stärkung der Rechte von Opfern sexuellen Missbrauchs (StORMG) verabschiedet, das nach längerer öffentlicher Debatte auch Verjährungen für den Deliktsbereich des sexuellen Missbrauchs im strafrechtlichen und zivilrechtlichen Sinne neu regelt.

Eine Veränderung, die vom BDK mehrfach öffentlich eingefordert wurde.

„Der sexuelle Missbrauch von Kindern erzeugt im Regelfall einen besonders schweren körperlichen und geistigen Schaden bei den Missbrauchten. Durch die Umstände der Taten müssen die Opfer ein langes Martyrium durchlaufen, bevor sie die Straftat öffentlich machen können“, weiß der BDK-Bundesvorsitzende André Schulz um die schwerwiegenden Belastungen und Traumata der Opfer sexuellen Missbrauchs.

Es handelt sich bei diesen Taten um einen besonders schweren Eingriff in die Rechtsordnung, so dass nicht nur die strafrechtliche Verjährungsfrist sondern auch die zivilrechtliche Verjährungsfrist dem angemessen sein muss. In der Regel sind die Opfer im Kindes- und Jugendalter selten in der Lage, ihre Situation um den Missbrauch richtig einzustufen oder diesen zu benennen. Erst in späteren Lebensjahren beginnt die Auseinandersetzung mit der an ihnen begangenen Missbrauchstat. Meist findet eine langwierige ärztliche oder therapeutische Behandlung statt, nach der das Opfer erst in der Lage ist, die Tat öffentlich zu machen.

„Die Verlängerung der zivilrechtlichen Verjährungsfrist auf 30 Jahre, beginnend mit dem 21sten Lebensjahr des Opfers, hält der BDK, gemessen an den schwerwiegenden Beeinträchtigungen, für angemessen“, so abschließend der BDK-Bundesvorsitzende André Schulz.

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