Berliner Gehaltsniveau reicht nur für 35-Stunden-Woche

13. März 2013 | Themenbereich: Berlin, Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Mit heftiger Kritik ist die Nachricht von der Totalverweigerung des Senates zur Übernahme des Tarifergebnisses auf die Berliner Beamten von der DPolG Berlin aufgenommen worden. Die bisher vorgesehenen Schritte von jeweils zwei Prozent Gehaltserhöhung in den Jahren 2013 und 2014 lassen den Abstand zu den anderen Bundesländern noch weiter anwachsen. Die Art und Weise, wie hier mit den berechtigten Interessen von Polizistinnen und Polizisten umgegangen wird, ist unerträglich.

Der Landesvorsitzende der DPolG Berlin, Bodo Pfalzgraf: „Wer keine 100 % Gehalt zahlt, kann auch keine volle Arbeitszeit von 40 Wochenstunden erwarten. Wenn der Senat unfähig ist, uns ordentlich zu bezahlen, dann muss eben die Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden reduziert werden!“

Für die DPolG Berlin ist das Fass jetzt übergelaufen. Die Angehörigen der Berliner Polizei erwarten eine faire Behandlung. Niemand kann uns erklären, warum ein Kollege in der nächsten Großstadt 400 € mehr im Monat verdient. Dann wollen wir wenigstens mehr Zeit mit unseren Familien verbringen. Bei vielen Polizisten macht sich rund sechs Monate vor der Bundestagswahl das Gefühl breit, von SPD und CDU verraten worden zu sein.

Weitere Forderungen der DPolG Berlin:

  •  Einrichtung eines ständigen Ausschusses für den öffentlichen Dienst im Abgeordnetenhaus von Berlin.

Dort sollten sich nach bayerischem Vorbild Fachleute um die Zukunft des öffentlichen Dienstes kümmern!

  •  Keine Alarmdienste mehr für Veranstaltungen und Staatsbesuche.

Wenn der Senat schon sein eigenes Personal so schlecht bezahlt, dann muss er eben die Kosten für vernünftig bezahlte Einsatzeinheiten aus Bund und Ländern übernehmen!

„Die Berliner Polizei hat eine Perspektive verdient!“ so Pfalzgraf abschließend, „Wir haben genug von Sonntagsreden und wollen diesem Senat keine zinslosen Darlehen durch Mehrarbeit geben!“

 

 

 

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