BDK begrüßt angekündigte Dunkelfeldstudie des LKA als mutigen Schritt

13. März 2013 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen, Niedersachsen | Drucken

Schon seit Jahren fordert der BDK eine Abkehr von der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) als alleiniges Instrumentarium zur Erklärung „polizeilicher Erfolge“. Die PKS spiegelt kaum die Realität des Kriminalitätsgeschehens wieder, ist zum Teil unlogisch und widersprüchlich und erzeugt immer wieder „Begehrlichkeiten für Manipulation und Verzerrung“ der tatsächlichen Kriminalitätsentwicklung.

Es wäre daher jetzt politisch in der Tat sehr mutig, neben der angestrebten Dunkelfeldforschung auch dazu überzugehen, eine Opferstatistik einzuführen. Damit wäre dann zwar das künftige Kriminalitätslagebild voraussichtlich in einigen Deliktsbereichen vollkommen ernüchternd und alarmierend, es bestünde aber die Möglichkeit wirklich an die gegenwärtigen und zukünftigen Kriminalitätsphänomene versiert heranzugehen und geschlossene Bekämpfungsstrategien anzudenken.

Auch Präsident Zierke vom BKA unterstützt diese alte BDK-Forderung.

Der BDK wird ein derartiges Vorhaben in jedem Fall unterstützen und bei einem möglichen „überraschend ernüchternden Ergebnis“ nicht über die Politik „herfallen“ . Statt dessen werden wir uns an Lösungsstrategien seriös und kompetent beteiligen und mithelfen aufzuzeigen, wie eine erfolgreiche Kriminalitätsbekämpfung im Jahre 2020 aussehen könnte.

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