Nach 2011 nochmals ein Rückgang der Verkehrstoten im Saarland

12. März 2013 | Themenbereich: Saarland, Verkehr | Drucken

Monika Bachmann, Ministerin für Inneres und Sport, präsentierte am Dienstag, 12. März 2013, in der Staatskanzlei Saarbrücken gemeinsam mit dem Landespolizeipräsidenten Norbert Rupp die Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2012.

„Die Straßen für die Menschen sicherer zu machen, ist und bleibt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Jeder Tote ist einer zu viel und hinter jedem Verkehrsunfall steht ein Schicksal und großes menschliches Leid. Wir müssen weiterhin alle an einen Tisch bringen, die einen Beitrag dazu leisten können, die Zahl der Verkehrstoten, Schwer- und Schwerstverletzten im Saarland zu reduzieren. Die ‚Vision Zero‘, die der Deutsche Verkehrssicherheitsrat proklamiert, ist daher auch für mich ein handlungsleitendes Motiv“, so Innenministerin Bachmann.

Das Saarland weist im Jahr 2012 mit 37 Verkehrstoten (2011: 41) den bisher niedrigsten Stand seit Beginn der statistischen Erfassung im Jahr 1953 aus. Dies ist nach einem Rückgang im Jahr 2011 wiederum eine überaus positive Entwicklung. Mit 3,7 Verkehrstoten pro 100.000 Einwohner liegt das Saarland somit unter dem bundesdeutschen Durchschnittswert von 4,6; dies obwohl die Motorisierungsrate pro 1.000 Einwohner mit 693 Kfz deutlich höher ist als im Bundesdurchschnitt mit 632 Kfz.

Im Saarland ist die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle um 2,7 % auf 31.950 Verkehrsunfälle gegenüber dem Vorjahr (2011: 31.107) leicht angestiegen. In der Langzeitbetrachtung (Durchschnittswert der letzten 10 Jahre: 29.407) ist somit ein Anstieg um 2.543 Unfälle zu verzeichnen. Dennoch ist die Verunglücktenzahl (verletzte oder getötete Personen) im Jahr 2012 mit 5.418 (2011: 5.676) um 4,5 % deutlich zurückgegangen. Der Trend in der Langzeitbetrachtung (Durchschnittswert der letzten 10 Jahre: 6.330) setzt sich hier somit erfolgreich fort.

Dazu Ministerin Bachmann: „Diese Zahlen zeigen, dass wir uns auf einem guten Weg befinden. Unsere permanenten und auf Dauer angelegten Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit erzielen offensichtlich Wirkung.“

Bei den verkehrsschwachen Verkehrsteilnehmern (Generation 65+ bzw. Kinder) blieb die Anzahl mit 9 getöteten lebensälteren Personen (ab 65 Jahre) gegenüber 2011 gleich. Während im Jahr 2011 ein Kind bei einem Verkehrsunfall verstarb, kam im vergangenen Jahr kein Kind ums Leben.

Das Risiko, bei einem Verkehrsunfall getötet oder verletzt zu werden, ist insbesondere bei der Risikogruppe der „Jungen Fahrer“ (18-24 Jahre) weiter sehr hoch. Dennoch verzeichnen wir auch hier einen deutlichen Rückgang. Die Zahl der Getöteten sank von 12 im Jahr 2011 auf 8 im Jahr 2012 (- 33 %), ebenso die der Schwerverletzten von 133 auf 107 (- 19,5 %).

Motorisierte Zweiradfahrerwaren im Jahr 2012 an 866 Verkehrsunfällen beteiligt (2011: 926). Hierbei gab es 133 Schwerverletzte (2011: 172) und 533 Leichtverletzte (2011: 569). Die Zahl der getöteten Zweiradfahrer ist von 6 auf 5 Personen gesunken.

Bei der Zahl der Verunglückten ergibt sich in der Gesamtschau folgendes Bild: Das Jahr 2012 weist mit insgesamt 706 Schwerverletzten (2011: 764) einen Rückgang um 7,6 % aus. Auch bei den Leichtverletzten mit 4.675 ist gegenüber 2011 mit 4.871 ein Rückgang um 4 % zu konstatieren.

Die Gesamtzahl der registrierten Autobahnunfälle ist mit 2.551 (2011: 2.568) annähernd gleich geblieben. Die Verunglücktenrate fiel dabei von 508 im Jahr 2011 auf 493 im Jahr 2012.

Im Jahr 2012 ereigneten sich 757 Verkehrsunfälle unter alkoholischer Beeinflussung (2011: 742). Bemerkenswert dabei ist der Rückgang der dabei getöteten Personen von acht im Jahr 2011 auf eine im Jahr 2012.

Gegenüber den Vorjahren ergaben sich im Hinblick auf die Hauptunfallursachen keine grundlegenden Änderungen. Die Missachtung der Vorfahrt / des Vorrangs bleibt weiterhin die Hauptunfallursache bei Verkehrsunfällen mit Personenschaden. Auf den Autobahnen dominiert dagegen eindeutig die nicht angepasste Geschwindigkeit als Ursache für Verkehrsunfälle mit schweren Folgen. Die Unfallursache „Alkohol / Drogen“ liegt hier mit 6,6 % auf Platz 5 der Hauptunfallursachen.

Mit 23 Verkehrsunfällen unter Beteiligung von Teilnehmern des „Begleiteten Fahrens“ ist gegenüber 2011 mit 31 Unfällen ein deutlicher Rückgang festzustellen. Die Verkehrsunfallstatistiken der Jahre 2006 – 2012 im Bereich „Begleitetes Fahren“ sowie der Rückgang bei der Verursachung von Verkehrsunfällen mit Personenschäden im Bereich der 18 – 24-Jährigen geben Anlass zu der Erwartung, dass die Unfallrisiken künftiger Generationen „Junger Fahrer“ sinken könnten.

Der volkswirtschaftliche Schaden im Zusammenhang mit den polizeilich registrierten Verkehrsunfällen belief sich im Jahr 2012 auf 377,9 Millionen Euro.

 

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