PKS 2012 – Weniger Straftaten in Bremen

11. März 2013 | Themenbereich: Bremen, Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

„Der Rückgang der Straftaten in Bremen um gut 6000 Delikte sowie eine Aufklärungsquote von 50,1 %, und damit die höchste seit 1963, ist positiv zu bewerten. Letzteres ist insbesondere den nach wie vor hoch motivierten und engagierten Kolleginnen und Kollegen zu verdanken.“ so Paul Lapsien, Landesvorsitzender des BDK Bremen.

Was der PKS und ihrem reinen statistischen Zahlenwerk dagegen nicht zu entnehmen ist, ist die Tatsache, dass die Bekämpfung des Wohnungseinbruchdiebstahls erste Erfolge aufweist. So sind die aktuellen Zahlen bereits seit Ende des letzten Jahres deutlich rückläufig. Gleichzeitig konnte auch hier die Aufklärungsquote leicht gesteigert werden. Die bisherige Praxis in der Hansestadt, die Einbrüche nur noch zu verwalten, war ja bekanntlich letztlich gescheitert. Täter lassen sich schließlich nicht vom Schreibtisch aus ermitteln. Ermittlungen, zudem täterorientiert, finden jetzt wieder vor Ort statt. Forderungen, die der BDK seit geraumer Zeit wiederholt erhoben hatte, wurden endlich umgesetzt. Nun gilt es, die begonnenen Prozessabläufe weiter zu optimieren, damit die positiven Entwicklungen auch langfristig Bestand haben.

In diesem Zusammenhang hatte der Bund Deutscher Kriminalbeamter in der Vergangenheit auch mehrfach auf die Defizite in der Spurensicherung und -auswertung hingewiesen. Während der Bereich der Spurensicherung inzwischen personell verstärkt wurde, kann davon im Bereich der Auswertung nicht die Rede sein. Eine Vielzahl von Spuren liegt nach wie vor bei der Kriminaltechnischen Untersuchungsstelle auf Halde und kann größtenteils erst nach einer monatelangen Liegezeit untersucht werden. Ein nach wie vor unhaltbarer Zustand. „Da können sich alle Anderen noch so viel Mühe geben. Was nützt es, wenn keine

Auswerteergebnisse vorliegen, zumal der Sachbeweis häufig das einzige Beweismittel ist, den Täter zu überführen.“ so Lapsien weiter. „Hier ist es dringend erforderlich, schnellstmöglich Abhilfe zu schaffen!“

Mit Sorge verfolgt der BDK den Anstieg bei den Raubtaten und Körperverletzungen bei gleichzeitig sinkender Aufklärungsquote. Insofern eine folgerichtige Entscheidung des Bremer Polizeipräsidenten, Lutz Müller, den Schwerpunkt der Ermittlungen, neben dem Einbruch, weiterhin auch auf diese Bereiche auszurichten.

Inwieweit die Kolleginnen und Kollegen jedoch bereit sind, weiterhin motiviert und engagiert ihren Dienst zu versehen, bleibt angesichts der aktuellen Tarifverhandlungen abzuwarten. Von seinen Bediensteten Höchstleistungen zu erwarten, diese aber, ganz im Gegensatz zu unseren Bremer Politikerinnen und Politikern, permanent von der allgemeinen

Einkommensentwicklung abzukoppeln, ist eine Art der Wertschätzung, die schon von besonderer Güte zeugt.

 

 

 

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.