Kriminalisten bestreiken Landeskriminalamt

8. März 2013 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Hamburg, Interessenvertretungen | Drucken

Auch am heutigen Tage bestreikten mehrere Dutzend Mitglieder des Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) das Landeskriminalamt und andere Kriminalpolizeidienststellen in der Stadt. Damit wurde die Serie von Warnstreiks der letzten Wochen fortgeführt.

Die Warnstreiks, die u.a. den Erkennungsdienst, die Spurensicherung, die Rauschgiftermittlungen, die Kriminaltechnik und mehreren anderen Bereiche betrafen, führten zu erheblichen Beeinträchtigungen bei den Arbeitsabläufen, bis zur völligen Arbeitsunfähigkeit einzelner Dienststellen.

„Vor der nächsten und vorläufig letzten Verhandlungsrunde, die heute und morgen in Potsdam stattfindt, gilt es, den Arbeitgebern nochmals deutlich zu machen, dass die Geduld der Beschäftigten aufgebraucht ist. Wir erwarten ein verhandlungsfähiges Angebot für eine überfällige und eine angemessene Bezahlung der Tarifbeschäftigten“, so der BDK-Landesvorsitzende André Schulz.

Der BDK fordert gemeinsam mit ver.di und dem dbb:

  •  6,5% lineare Einkommenserhöhung
  • 30 Tage Urlaub für alle Beschäftigten der Polizei unabhängig vom Lebensalter
  • zeit- und inhaltsgleiche Übertragung auf die Beamtinnen und Beamten und Versorgungsempfängerinnen und -empfänger.

„Sollte kein akzeptables Angebot vorgelegt werden, wird es umgehend zu unbefristeten Streiks kommen. Das hätten sich die Verhandlungsführer auf der Arbeitgeberseite dann selber zuzuschreiben. An der Entschlossenheit der Gewerkschaften, unsere gemeinsamen und gerechtfertigten Forderungen durchzusetzen, hat sich nichts geändert“, so BDK-Chef Schulz abschließend.