Wenig Licht, aber viel Schatten bei Kriminalitätsentwicklung

7. März 2013 | Themenbereich: Bremen, Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

Die Bremer Kriminalstatistik 2012 weist neben der Tatsache, dass die Gesamtkriminalität zurückgegangen ist und die Aufklärungsquote sich leicht verbessert hat auch viel Schattenseiten auf. Die Delikte, die die Bürgerinnen und Bürger unmittelbar treffen, nämlich Gewaltdelikte und Wohnungseinbrüche, sind in ihrer Gesamtheit nicht zurückgegangen, sondern seit 2010 angestiegen. Zum Beispiel Raub um zehn Prozent. Es zeigt sich immer wieder, dass die Polizei, wo sie Präsenz zeigt, Straftaten zurückdrängt (oder auch ins Umland abdrängt). Da sie aber personell nur noch in der Lage ist punktuell bei starker Zunahme bestimmter Deliktsformen zu reagieren, sind solche Maßnahmen nicht von Dauer und der alte Zustand kehrt zurück. Durch den Rückzug aus der Fläche, findet eine durchgängige Präventionsarbeit durch Präsenz nicht mehr statt.

„Die speziellen polizeilichen Gruppen, welche gebildet wurden hat die Polizei nicht von Leiharbeitsfirmen.“so Horst Göbel, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, „die Kollegen werden aus anderen Bereichen abgezogen, wo die Arbeit liegen bleibt. Unsere Kolleginnen und Kollegen haben meinen größten Respekt, dass sie es trotz ihrer Belastung und der Arbeitsverdichtung eine höhere Aufklärungsquote erreicht haben. Dort ist ein wenig Licht, demgegenüber steht aber jede Menge Schatten.“

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