OHNE VERHANDLUNGSANGEBOT DROHEN STREIKS

7. März 2013 | Themenbereich: Beamten-Tarifrecht | Drucken

Kurz vor Beginn der dritten Verhandlungsrunde für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder am 7. März 2013 hat der dbb nochmals klar gemacht: „Wenn uns die Arbeitgeber keine andere Wahl lassen, droht schon um Ostern herum ein unbefristeter Arbeitskampf.“

Das sagte der dbb Verhandlungsführer Willi Russ der Nachrichtenagentur dpa und fügte hinzu: „Dieses Szenario ist zwar nicht unser Ziel, aber wir können auch Streik, das haben wir in den letzten Tagen von Schwerin bis Nürnberg gezeigt.“ Russ forderte Bewegung auf Seiten der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL). „Heute müssen die Arbeitgeber Schluss machen mit der üblichen Tarifrhetorik der leeren Kassen und endlich ein konkretes Angebot auf den Tisch legen, über das wir ernsthaft reden können“, sagte er.

Dann sei eine Einigung am Verhandlungstisch möglich. Sollte die Arbeitgeberseite aber weiter auf stur schalten, „ist Schluss mit lustig“.

Gewerkschaften und Arbeitgeberseite wollten am Mittag desselben Tages in Potsdam zusammenkommen.

In den vergangenen zweieinhalb Wochen hatte es bundesweit zahlreiche Warnstreiks und Proteste gegeben, bei denen Zehntausende Beschäftigte sich hinter die gewerkschaftlichen Forderungen gestellt und ein verhandelbares Angebot der Arbeitgeber verlangt hatten. Die TdL hat bisher noch kein Angebot vorgelegt. Deshalb hatten die Gewerkschaften nach der zweiten Verhandlungsrunde Mitte Februar zu Warnstreiks aufgerufen.

Der dbb fordert eine lineare Erhöhung der Tabellenentgelte um 6,5 Prozent sowie die Erhöhung der Ausbildungsentgelte um 100 Euro. Weitere Forderungen sind die zeit- und inhaltsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf den Beamtenbereich, die Übernahme aller Auszubildenden im Länderbereich sowie die Schaffung einer Grundtarifierung für Lehrkräfte.

2 Kommentare
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  1. Leere Kassen?

    Für die Bankenrettung in Griechenland, Spanien usw. haben sie genug Geld!
    (… geht ja schließlich um die Rettung der Großanleger, die Kleinanleger dürfen sich mit dem Schuldenschnitt begnügen …)
    Steuergeld! Geld das vom Bürger erwirtschaftet und für den Bürger verwendet werden sollte!
    … aber sie haben aber jetzt keinen Cent mehr übrig für die Menschen, die wirklich das Bruttoinlandsprodukt absichern!
    Die stabilen Rahmenbedingungen hier, sind der Garant für die überdurchschnittliche Wirtschaftskraft Deutschlands!
    Wir sollten darauf achten, in welche Taschen die Gelder des Bankenrettungsschirms fließen und evtl. mal nachfragen, warum diese Gelder gerade dorthin fließen?
    Nicht falsch verstehen, aber hätte der EWS damals die 192 Milliarden an Staatsanleihen gekauft, hätte es keine Spekulation mit den Papieren geben können!
    … aber jetzt bezahlen die europäischen Steuerzahler für ein Fass ohne Boden!
    Klar das die Spekulanten die Sahne abschöpfen, sie hatten ja alle Zeit, um die billigen Anleihen zu kaufen, die jetzt fällig werden!

    Huiii … aber es ist ja nicht das Geld der Politiker das jetzt in die Taschen der Spekulanten fließ, statt in die Geldbörsen der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes!

  2. So schleichen sich Fehler ein … aber wer soll bei den Abkürzungen da noch klar durchblicken?
    http://de.wikipedia.org/wiki/Euro-Rettungsschirm

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