Kripo-Gewerkschaft weiter besorgt über Kriminalitätslage

6. März 2013 | Themenbereich: Brandenburg, Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) zeigt sich über die Kriminalitätslage in Brandenburg nach wie vor besorgt. Dies beziehe sich ausdrücklich nicht nur auf die sogenannte Grenzkriminalität, sagte der BDK-Landesvorsitzende Wolfgang Bauch (52). Das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung in der Grenzregion sei beeinträchtigt, auch wenn Innenminister Dr. Woidke sich bemühe, aus seiner Sicht positive Entwicklungen in den Vordergrund zu stellen. Der hohe Personaleinsatz an der Grenze sowie in anderen, immer neuen Sonderkommissionen gehe zu Lasten der Polizeiarbeit in den regulären Strukturen. Diese seien durch den laufenden Personalabbau ohnehin geschwächt. Überall „knirsche es im Gebälk“. Kriminelle würden dies skupellos ausnutzen. Polizeiliche Präsenz sei kein Allheilmittel, so Bauch weiter. Sie könne nur im Einklang mit Prävention, Gefahrenabwehr und Strafverfolgung die Sicherheit im Lande gewährleisten. Der Innenminister müsse dafür Sorge tragen, dass der Strafverfolgungsdruck wieder erhöht werde. Kriminelle Strukturen müssten aufgedeckt, Hintermänner ermittelt werden. Der BDK forderte von der Landesregierung erneut den Stopp des Personalabbaus bei der Polizei. Zudem müsse sie Kritik als konstruktiv verstehen und ernst nehmen.

Bauch betonte die Wertschätzung der Kripo-Gewerkschaft vor dem Engagement der Kolleginnen und Kollegen der Brandenburger Polizei unter den nach seiner Auffassung letztendlich politisch zu verantwortenden widrigen Rahmenbedingungen.

 

 

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