Gefährlichen Biker-Clubs nicht die Straßen überlassen

6. März 2013 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

Der polizeiliche Druck auf kriminelle Rockerbanden muss nach Auffassung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) bundesweit erhöht werden. Nach jüngsten bedrohlichen Entwicklungen im nordrhein-westfälischen Duisburg, wo sich mehrere Rockergruppen brutale Verdrängungskämpfe liefern, müsse der Staat, so GdP-Bundesvorsitzender Bernhard Witthaut, mit der vollen Härte des Gesetzes reagieren. Witthaut: „Rechtsfreie Räume können wir nicht dulden und autonomen Gruppen wie den gefährlichen Biker-Clubs die Straßen überlassen. Deshalb ist es richtig, dass NRW-Innenminister Ralf Jäger jetzt die Polizeikräfte in diesem kriminellen Brennpunkt verstärken will.“ In den vergangenen Wochen hatte es vermehrt blutige Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Rockergruppierungen an Rhein und Ruhr gegeben.

Das konsequente Vorgehen der Polizei gegen die Rockerkriminalität in Deutschland, vor allem durch erfolgreich durchgesetzte Vereinsverbote und engmaschige Kontrollen habe die straff organisierte Szene massiv verunsichert, „zugleich beobachten wir aber verstärkt die Bildung von Parallelgruppierungen“, sagte der GdP-Bundesvorsitzende. Die GdP unterstütze, so Witthaut weiter, auch die Aktivitäten der Justiz, wie beispielhaft die seit über einem halben Jahr unter dem Dach der Berliner Staatsanwaltschaft arbeitende Task Force Rocker.

In den Fokus der Ermittler rückten zudem immer mehr gewaltbereite, rockerähnliche Jugendgangs wie die konkurrierenden „Black Jackets“ und „United Tribuns“, die den angestammten Rocker-Clans den Platz im Milieu streitig machen wollten. Witthaut appellierte an die Innenminister und -senatoren der Länder, „angesichts dieser besorgniserregenden Auseinandersetzungen die Verfolgung verbrecherischer Gangstrukturen unbeirrt fortzuführen“.

 

 

1 Kommentar
Hinterlasse einen Kommentar »

  1. Bei diesen kriegsähnlichen Ausschreitungen (V-Männer sei dank) rast nun die Angst durch Duisburgs Straßen!
    Die Verquickung von rechter Gewalt und Rockerszene ist hier schön ersichtlich!
    ( http://www.cop2cop.de/2013/03/05/verfassungsschutz-ist-unabdingbarer-baustein-in-der-sicherheitsarchitektur-deutschlands/#comment-18757 )
    Es wird jetzt Zeit für eine Grundgesetzänderung, da die Polizei den militärisch angelegten Aktionen dieser Leute nicht mehr Herr wird!
    … wir brauchen den Einsatz der Bundeswehr im Inneren der Republik!
    http://www.cop2cop.de/2013/01/30/deutschland-im-fadenkreuz-islamistischer-gewalttater/
    http://www.cop2cop.de/2013/02/15/mehr-sicherheit-in-der-grenzregion/
    … und bewaffnete Drohnen!

    Polizei? Die Politik braucht keine Polizei! … sie könnte den Weisungen aus Berlin widersprechen, das ist in Berlin nicht erwünscht! … von keiner der etablierten Parteien!

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.