Internetkriminalität: Täglich fünf neue Ermittlungsverfahren bei Staatsanwaltschaften

4. März 2013 | Themenbereich: Justiz, Mecklenburg-Vorp. | Drucken

„Bei den Sonderdezernaten der Staatsanwaltschaften sind letztes Jahr 866 neue Ermittlungsverfahren eingegangen. Das waren hauptsächlich kleinere Fälle. 1.000 gewichtigere Verfahren kamen bei der Schwerpunktstaatsanwaltschaft hinzu, 447 Verfahren gegen bekannte und 500 gegen unbekannte Straftäter. Darüber hinaus gab es elf große Wirtschaftsverfahren. Das zeigt, wie wichtig es im Januar 2012 war, neben der Zentralstelle für die Bekämpfung der Informations- und Kommunikationskriminalität bei der Generalstaatsanwaltschaft in Rostock auch die Schwerpunktstaatsanwaltschaft „Cybercrime“ einzurichten“, sagte Justizministerin Kuder.

„Die Bandbreite der Kriminalität über das Internet reicht von Beleidigungen in Foren über Betrug beim Internethandel bis hin zu Infizierungen fremder Rechner zum Ausspähen sensibler Daten. Wir versuchen immer mehr organisierte Strukturen zu sprengen, die kinderpornografische Dateien verbreiten. In Verfahren, in denen das Internet für politisch motivierte Propaganda missbraucht wurden, sind heute Akten mit über 30.000 Seiten zu bearbeiten, was bis zu 500 Folgeverfahren nach sich ziehen könnte“, so die Ministerin.

„Der Ermittlungsaufwand wird weiter steigen. In Fällen, in denen Internetkäufe auf dubiosen Konten abgewickelt wurden, die wenig später samt dem eingezahlten Geld nicht mehr existierten, gibt es im Land mindestens 150 Geschädigte und einen Gesamtschaden von über 70.000 Euro. Es sind aber erst drei der bislang 25 bekannt gewordenen Täter-Konten ausgewertet.“ Justizministerin Kuder setzt sich aufgrund des Mehraufwands dafür ein, das Team von drei Schwerpunktdezernenten so schnell wie möglich zu vergrößern.

 

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