Deutlich weniger Verkehrstote als 2011

28. Februar 2013 | Themenbereich: Thüringen, Verkehr | Drucken

„2012 sind auf Thüringens Straßen deutlich weniger Menschen bei Unfällen getötet worden als im Jahr zuvor. Mit 126 Verkehrstoten starben 24 Menschen weniger als 2011. Ebenfalls rückläufig ist die Zahl der im Straßenverkehr verletzten Personen.“ Dies erklärte Thüringens Innenminister Jörg Geibert am Mittwoch (27. Februar 2013) bei der Vorstellung der Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2012 in Erfurt. Die Zahl der bei einem Unfall ums Leben gekommenen Personen näherte sich wieder dem Wert des Jahres 2010, als mit 120 Opfern der niedrigste Wert seit dem Jahr 1991 zu verzeichnen war.

Der seit Jahren anhaltende Rückgang bei den Verkehrsunfällen mit Personenschaden setzte sich 2012 fort. Im Vergleich zum Jahr 2011 nahm die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden um 440 auf 6.674 (-6,23 %) ab.

Im Gegenzug stieg geringfügig die Zahl der Verkehrsunfälle auf 55.278 (54.726). Das waren 552 (+ 1%) Unfälle mehr als im Vorjahr. Dabei verunglückten insgesamt 8.680 (9.336) Personen (-656). Es sind 126 (150) Verkehrstote zu beklagen. Die Zahl der schwer verletzten Personen ist um 75 auf 1.993 (2.068) und Zahl der leicht verletzten Personen um 557 auf 6561 (7.118) gesunken. „Trotz des positiven Trends wird die Thüringer Polizei auch in diesem Jahr verstärkt Schwerpunktaktionen durchführen, um die Hauptunfallursachen zu bekämpfen“ erklärte der Innenminister.

Die Hauptunfallursache ist weiterhin die „überhöhte bzw. nicht angepasste Geschwindigkeit“ mit einem Anteil von 35,8 % (35,6%). Es folgt „Nichtbeachten der Vorfahrt/des Vorrangs“ mit einem Anteil von 22,2 % (21,7%). Auch das „Fehlerhafte Abbiegen/Wenden“ sowie das „Fahren unter Alkoholeinwirkung“ zählen mit 16,3 % (17,5%) und 15,8 % (15,1%) zu den Hauptunfallursachen.

Positiv bewertete Geibert den Rückgang der Verkehrsunfälle mit Beteiligung von jungen Fahrern im Alter von 18 bis 24 Jahren um insgesamt 812 auf 9.702 (-7,7 %). Ebenso gingen die verursachten Unfälle dieser Personengruppe von 7.933 im Jahr 2011 auf 7.436 im Jahr 2012 zurück (- 6,3%).

Ebenfalls erfreulich ist die rückläufige Entwicklung der Unfälle mit motorisierten Zweirädern von 1.453 im Jahr 2011 auf 1.287 im Jahr 2012 (-11,4%). Besonders tragisch ist, dass dabei 26 (31) Personen ihr Leben gelassen haben. Die Hauptunfallursachen hierbei sind die „nichtangepasste Geschwindigkeit“, gefolgt vom „Unterschreiten des Sicherheitsabstandes“, sowie „Fehler beim Überholen“ und „Fehler beim Abbiegen und Wenden“.

Die Entwicklung der Unfälle bei den Fußgängern weist ebenfalls diese Tendenz auf. Fußgänger waren in 784 (841) Verkehrsunfälle verwickelt. Im letzten Jahr verloren 12 Fußgänger ihr Leben im Straßenverkehr, 2011 waren es 20 Personen. Die Hauptunfallursache ist „falsches Verhalten der Fußgänger“ gefolgt vom „Alkohol“.

Eine gegenläufige Entwicklung ist bei den Schulwegunfällen von 55 im Jahr 2011 auf 63 im Jahr 2012 zu verzeichnen. „Glücklicherweise ist im vergangenen Jahr kein Schüler auf dem Schulweg tödlich verletzt worden“, sagte Geibert. 62 (59) schulpflichtige Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 17 Jahren wurden im letzten Jahr auf dem Schulweg verletzt. „Die Polizei wird auch in diesem Jahr ihren Focus auf Verkehrskontrollen im Bereich von Schulwegen richten“, kündigte der Minister an.

In der Altersgruppe der über 65-jährigen Verkehrsteilnehmer stieg geringfügig die Anzahl der Verkehrsunfälle von 8.185 auf 8.331 an. Die Zahl der Unfälle mit Personenschaden ist erfreulicherweise in dieser Personengruppe von 1.317 auf 1.269 gesunken. Leider sind auch hier 32 (47) Personen verstorben.

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