DPolG im Gespräch mit dem Polizeiausschuss

27. Februar 2013 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

Zu einem Gedanken- und Positionsaustausch trafen sich der Vorsitzende des Polizeiausschusses des Landkreistages Landrat Dr. Ansgar Müller, Dr. Marco Kuhn, Erster Beigeordneter und der Landesvorsitzende der DPolG NRW Erich Rettinghaus.

Diskutierte Themen waren u.a. die Herausforderungen und Belastungen der Polizei durch die demografische Entwicklung, die Einstellungszahlen, die Einsparungen im Polizeihaushalt, die Beteiligung von DFL, DFB an den Kosten von Stadioneinsätzen, mögliche Synergieeffekte durch Entlastung der Polizei von fachfremden Aufgaben und die Organisationsstruktur.

Große Einigkeit bestand darin, dass die bestehende Organisations-struktur mit den Landratsbehörden sich bewährt hat und unangetastet bleiben muss.

Die DPolG erläuterte erneut das Modell der Realschüler, die in einem Studiengang Polizei und öffentliche Verwaltung die FHS-Reife erlangen und dann bei der Polizei mit dem Bachelor Studium beginnen.

Das Modell, welches sich bereits in Rheinland-Pfalz steigender Bewerberzahlen erfreut, stieß auf großes Interesse. Insbesondere da die Bewerberzahlen sinken und es schwer wird, unter Beibehaltung des Standards, weiter geeignete Bewerber für den Polizeibereich zu gewinnen.

Gemeinsam sprach man sich für die Einrichtung einer Arbeitsgruppe auf Ministeriumsebene unter Beteiligung des Polizeihauptpersonalrates aus, die dann ermittelt, inwieweit die Polizei von sogenannten „fachfremden“ Aufgaben entlastet werden kann. Hier müssen zunächst valide Fakten und Zahlen auf den Tisch.

Auch das zu überarbeitende Bund/ Länder Abkommen zur Bereitschafts-polizei war ein weiteres Thema. NRW hält 18 Einsatzhundertschaften vor und unterstützt überproportional stark andere Bundesländer, die im Umkehrschluss Polizeistellen massiv abbauen. Die Antwort ist nicht weitere Hundertschaften in NRW, sondern weniger Einsätze von NRW Kräften in anderen Bundesländern.

Künftig sind weitere regelmäßige Treffen zum fachlichen Austausch geplant.

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