Amtswechsel bei der Justizvollzugsanstalt Aschaffenburg

25. Februar 2013 | Themenbereich: Bayern, Strafvollzug | Drucken

Der Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz, Ministerialdirektor Dr. Walter Schön, hat heute den feierlichen Amtswechsel an der Spitze der Justizvollzugsanstalt Aschaffenburg vollzogen. Bei einem Festakt im Schloss Johannisburg verabschiedete er Thomas Vogt, dem zum 10. September 2012 die Leitung der Justizvollzugsanstalten Bamberg und Kronach übertragen wurde. Gleichzeitig führe er Ullrich Mann als Nachfolger in das Amt des Leiters der Justizvollzugsanstalt Aschaffenburg ein.

Im rechtspolitischen Teil seiner Rede betonte Dr. Schön, dass der Strafvollzug, wenngleich er sich naturgemäß in einem isolierten, von der Öffentlichkeit abgegrenzten Raum vollzieht, essentieller Bestandteil einer humanen und sicheren Gesellschaft ist: „Der Strafvollzug kümmert sich um Menschen, die an den Gesetzen und den Spielregeln unserer Gesellschaft gescheitert sind. Er bereitet sie auf die Reintegration in die Gesellschaft vor. Je besser dies gelingt, desto effektiver werden auch die Bürgerinnen und Bürger vor weiteren Straftaten geschützt.“

Dr. Schön weiter: „Die Gesetzgebungskompetenz für den Strafvollzug ist im Jahr 2006 mit der Föderalismusreform vom Bund auf die Länder übergegangen. Wie ein roter Faden zieht sich seither ein Ziel durch die gesamte bayerische Gesetzgebung zum Justizvollzug – das Ziel, die Sicherheit der Menschen außerhalb der Anstaltsmauern zu gewährleisten! Den Eckpfeiler des Bayerischen Strafvollzugsgesetzes bildet so etwa im wohlverstandenen Interesse der Opfer von Straftaten der massive Ausbau der Sozialtherapie. Zusätzlich zu den bei Inkrafttreten des Gesetzes im Jahr 2008 bereits vorhandenen 217 Therapieplätzen haben wir deshalb weitere 98 Plätze speziell für Gewaltstraftäter geschaffen. Und bis 2014 werden wir nochmals in weitere 70 Therapieplätze investieren. Denn jede Investition in Resozialisierungsmaßnahmen ist zugleich auch eine Investition in ein Mehr an Sicherheit für die Bevölkerung.“

Thomas Vogt (47 Jahre) begann nach dem Studium der Rechtswissenschaften am 12. Juni 1995 seinen Dienst bei der Justizvollzuganstalt St. Georgen-Bayreuth. Nach neunjähriger Tätigkeit u.a. als Abteilungsleiter und weiterer Vertreter des Anstaltsleiters wurde er 2004 an die Justizvollzugsanstalt Würzburg versetzt und zum Vertreter des Anstaltsleiters bestellt. Am 1. Oktober 2009 übernahm er die Leitung der Justizvollzugsanstalt Aschaffenburg. Diese Funktion hatte Thomas Vogt bis zur Übertragung der Leitung der Justizvollzugsanstalten Bamberg und Kronach am 10. September 2012 inne.

Ullrich Mann (40 Jahre) trat nach dem Studium der Rechtswissenschaften am 20. April 2001 in den bayerischen Justizvollzugsdienst ein. In der Folgezeit war er bei der Justizvollzugsanstalt St. Georgen-Bayreuth als Abteilungsleiter und bei der Justizvollzugsanstalt Bernau als Abteilungsleiter und weiterer Vertreter des Anstaltsleiters eingesetzt. Im Jahr 2010 wurde er an die Justizvollzugsanstalt Würzburg versetzt und zum Vertreter des Anstaltsleiters bestellt. Seit dem 1. Dezember 2012 leitet Ullrich Mann die Justizvollzugsanstalt Aschaffenburg.

„Mit seinem großen fachlichen Können, seiner Einsatzfreude und seiner Entscheidungsstärke hat sich Thomas Vogt in den vergangenen drei Jahren als Leiter der Justizvollzugsanstalt Aschaffenburg hohe Anerkennung und Wertschätzung verschafft. Diese verantwortungsvolle Aufgabe haben wir nun Ullrich Mann übertragen, weil wir aufgrund seiner Persönlichkeit sowie seinen bisherigen Erfahrungen und Leistungen fest davon überzeugt sind, dass er die auf ihn zukommende Aufgabe erfolgreich anpacken wird“, so Dr. Schön.

 

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