„Verhandlungen und gegenseitige Akzeptanz sehen anders aus!“

16. Februar 2013 | Themenbereich: Strafvollzug | Drucken

Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) hat auch in der zweiten Verhandlungsrunde am 14. Februar 2013 in Potsdam kein Angebot für die Arbeitnehmer der Bundesländer vorgelegt. „Der öffentliche Dienst insgesamt und der deutsche Justizvollzug im Besonderen hat mehr Wertschätzung verdient!“, entrüstete sich der BSBD-Bundesvorsitzende Anton Bachl über die Ignoranz der öffentlichen Arbeitgeber.

„Unsere Kolleginnen und Kollegen sind enttäuscht. Gerade der Justizvollzug wird für seinen harten Job und seinen Einsatz von allen Seiten immer wieder in Sonntagsreden gelobt. Lob hört man gern. Es ist aber leider kein anerkanntes Zahlungsmittel“, stellte Bachl sarkastisch fest.

Im Justizvollzug arbeiten die Kolleginnen und Kollegen rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr, um die Sicherheit unserer Gesellschaft zu gewährleisten. Dies ist für die Wirtschaft ein Standortvorteil und sichert Staat verlässliche Steuereinnahmen. Die Kolleginnen und Kollegen durften deshalb erwarten, dass zumindest ein Verhandlungsangebot unterbreitet worden wäre.

Ein besonderes Ärgernis stellt der Umgang mit der Zulage für den Justizvollzugsdienst dar. Diese ist offenbar in dem Wirrwarr der Blockadehaltung nicht ausreichend beachtet worden. „Hier ist Nachbesserung gefordert. Etwas anders werden sich unsere Kolleginnen und Kollegen nicht gefallen lassen“, mahnte der BSBD-Chef die Arbeitgeber zum Überdenken ihrer Positionen.

Die Tarifbeschäftigten und Beamten werden Schulter an Schulter die sich abzeichnenden Proteste und Warnstreiks unterstützen. Schließlich erwartet der BSBD, dass das angestrebte Tarifergebnis zeit- und wirkungsgleich auf den Besoldungsbereich der Länder übertragen wird.

 

 

 

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