Innenministerbesucht Feuerwehrschule

15. Februar 2013 | Themenbereich: Bayern, Feuerwehr - Katastrophenschutz | Drucken

Innenminister Joachim Herrmann hat sich heute bei einem Besuch der Staatlichen Feuerwehrschule Regensburg in Lappersdorf ein Bild von den aktuellen Modernisierungsmaßnahmen und Erweiterungsbauten gemacht. „In Regensburg können wir schon die ersten Maßnahmen unserer zahlreichen weiteren baulichen Verbesserungen an den Staatlichen Feuerwehrschulen sehen“, so Herrmann. „Wir planen in einem ersten Schritt allein bis 2018 Investitionen von rund 70 Millionen Euro. Davon werden alle drei bayerischen Landesfeuerwehrschulen profitieren, damit auch künftig eine einheitliche Qualität der Ausbildung für alle Feuerwehrleute in Bayern gewährleistet ist.“ Bereits in den vergangenen zehn Jahren hat der Freistaat über 140 Millionen Euro in die Ausbildung der ehrenamtlichen Feuerwehrleute an den drei Staatlichen Feuerwehrschulen Regensburg, Geretsried und Würzburg investiert. Daneben wurden zudem zusätzliche Stellen beim Lehrpersonal geschaffen. Der Innenminister: „Wir konnten das Personal an den Staatlichen Feuerwehrschulen bereits um insgesamt 40 neue Stellen aufstocken. Und im aktuellen Doppelhaushalt 2013/2014 kommen noch weitere vier Stellen hinzu.“

Um die drei Staatlichen Feuerwehrschulen auch künftig bestmöglich auszustatten, hat das Innenministerium die Projektgruppe ‚Zukunft der staatlichen Feuerwehrschulen‘ ins Leben gerufen. Sie soll die künftigen Anforderungen an die Feuerwehrschulen festlegen und so die Weichen für die nächsten 15 bis 20 Jahre stellen. Ein Schwerpunkt ihrer Aufgabe liegt in der Ausarbeitung baulicher Verbesserungen. Joachim Herrmann: „An der Staatlichen Feuerwehrschule Regensburg können wir zum Beispiel schon dieses Jahr die Modernisierung der großen Übungshalle abschließen. Kernstück ist dabei ein Übungsgebäude in der Halle selbst, in dem realitätsnah und witterungsunabhängig Lösch- und Rettungseinsätze geübt werden können. Und noch im Herbst 2013 wollen wir auf der Fläche vor dieser Halle mit den Arbeiten für zwei Übungsbauten beginnen, in denen zum Beispiel in nachgebildeten Wohn- und Geschäftshäusern Brandeinsätze in Ladengeschäften oder Arztpraxen geübt werden können.“

Auch an den beiden anderen Staatlichen Feuerwehrschulen in Würzburg und Geretsried sind die Modernisierungsmaßnahmen schon in vollem Gange. So wurde in Würzburg bereits im vergangenen Jahr der Ausbau des Hafenbeckens der Wasserübungsanlage in Angriff genommen, um Einsatzmaßnahmen vor allem auf Wasser- und Eisflächen und Maßnahmen des Hochwasserschutzes zu üben. Auch soll in Würzburg baldmöglichst, ähnlich wie in Regensburg, eine große Übungshalle errichtet werden, in der Gruppenführer- und Zugführerlehrgänge sowie ABC-Ausbildung und Lehrgänge zur technischen Hilfeleistung aller Art möglich sind. Auch die Ausbildungsmöglichkeiten an der Staatlichen Feuerwehrschule Geretsried werden Zug um Zug verbessert. Neben Planungen für ein Seminar- und Sozialgebäude hat hier vor allem die Erweiterung der Übungsmöglichkeiten auf der Freifläche unter anderem durch den Bau einer Lagerhalle mit Verladerampe und Hochregallager hohe Priorität.

Innenminister Joachim Herrmann rief vor allem die Jugendlichen dazu auf, sich noch stärker im Ehrenamt bei den Freiwilligen Feuerwehren zu engagieren. Die Zahl der Feuerwehranwärter liege seit einigen Jahren stabil bei 50.000 Jugendlichen in fast 5.000 Jugendgruppen. „Damit dies auch in Zukunft so bleibt, müssen wir aber weiter für die wichtige ehrenamtliche Arbeit in unseren Feuerwehren werben. Nur so können wir viele engagierte Menschen zusätzlich dazu motivieren, in unsere Feuerwehren einzutreten. Gerne unterstützt der Freistaat daher die Imagekampagne des Landesfeuerwehrverbandes zur Nachwuchsgewinnung bei den Freiwilligen Feuerwehren mit einem Betrag von über 800.000 Euro.“ Mit dem weiteren Ausbau der Staatlichen Feuerwehrschulen sorge Bayern dafür, dass die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in den Freiwilligen Feuerwehren auch beste Ausbildungsmöglichkeiten vorfinden.

 

 

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