Arbeitgeber legen bis zum späten Abend kein Angebot vor

15. Februar 2013 | Themenbereich: Beamten-Tarifrecht | Drucken

Ohne Ergebnis verliefen die Verhandlungen zur 2. Einkommensrunde mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) am Donnerstag. Bis in die späten Abendstunden drängten die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes vergeblich auf ein Angebot der Arbeitgeber. „Sie wollen über die Gewerkschaftsforderungen noch einmal intensiv nachdenken“, beurteilte Verhandlungsführer Frank Bsirske die Stimmung im Arbeitgeberlager. „Bei diesem Nachdenken wollen wir mit massiven Warnstreiks behilflich sein!“, so Bsirske. GdP-Vorsitzender Bernhard Witthaut: „Was nun in den Betrieben und Verwaltungen folgt, haben sich die Arbeitgeber selber zuzuschreiben. Nach zwei Verhandlungsrunden immer noch kein Angebot vorzulegen ist eine Mißachtung der Arbeitsleistung aller Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder und wird nicht zur Beruhigung der aufgebrachten Stimmung beitragen.“

Erster Schlagabtausch mit den Arbeitgebern am Donnerstagabend in Potsdam. Von links: TdL-Geschäftsführer Knut Bredendiek, Sachsen-Anhalts Finanzminister Jens Bullerjahn und Verhandlungsführer der TdL, Prof. Dr. Georg Unland, Staatsminister der Finanzen in Sachsen, Bremens Finanzsenatorin Karoline Linnert, GdP-Vorsitzender Bernhard Witthaut, Achim Meerkamp, Mitglied des ver.di-Bundesvorstandes und ver.di-Vorsitzender Frank Bsirske, Verhandlungsführer der Gewerkschaften. Foto: Kay Herrschelmann

Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen der GdP, ver.di und GEW hatten dem Verhandlungsführer der Arbeitgeber des öffentlichen Dienstes der Länder, Sachsen-Anhalts Finanzminister Jens Bullerjan, vor dem Start zur zweiten Runde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des öffentliches Dienstes am heutigen Donnerstag in Potsdam einen „stimmungsvollen“ Empfang bereitet. Nachdem sich die Arbeitgeber schon beim ersten Treffen bedeckt gehalten hatten, erwarteten die Gewerkschaften in der 2. Runde ein verhandelbares Angebot. GdP-Bundesvorsitzender Bernhard Witthaut: „Die Einkommensschere zwischen der Bezahlung im öffentlichen Dienst der Länder und der Privatwirtschaft muss geschlossen werden. Es besteht Aufholbedarf. Die Beschäftigten der Polizei erwarten einen deutlichen Lohn- und Gehaltsanstieg von 6,5 Prozent.“

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