„Fußballeinsatzzulage“ für die Einsatzkräfte der Bundespolizei

14. Februar 2013 | Themenbereich: Bundespolizei | Drucken

Die DPolG Bundespolizeigewerkschaft unterstützt ausdrücklich die Forderungen von Präsident Dieter Romann, für die Fans der Bundesligaklubs künftig deutlich mehr Sonderzüge für die An- und Abreise zu den Spielen einzusetzen. Solche Sonderzüge könnten z.B. durch die Deutsche Fußball Liga (DFL) oder die jeweiligen Fußballvereine gesponsert oder gar ganz angemietet und entsprechend finanziert werden. Dadurch würde es zu wesentlich weniger Störungen im „normalen“ Reiseverkehr durch randalierende und rivalisierende Fans kommen, wodurch die Einsatzbelastung der Bundespolizeikräfte erheblich reduziert werden könnte. „Gecharterte Sonderzüge sind durch den Mieter solcher Züge dann ggf. auch mit eigenen privaten Kräften zu sichern, so dass unsere Kollegen an den Wochenenden weniger belastet würden“, so der Vorsitzende der DPolG Bundespolizeigewerkschaft Ernst G. Walter.

Darüber hinaus fordert der Gewerkschaftsvorsitzende die DFL und den DFB zur Zahlung einer „Fußballeinsatzgebühr“ auf, welche direkt den Einsatzkräften zu Gute kommt. Walter begründet seine Forderung nicht nur mit den immer größeren Gefahren für die Gesundheit der Woche für Woche nahezu 3000 eingesetzten Kolleginnen und Kollegen, sondern vielmehr auch mit den extremen sozialen Belastungen durch die dauernden Wochenendeinsätze.

„Die Kolleginnen und Kollegen sehen ihre Familien kaum noch. In der Woche gehen die Kinder zur Schule und der Ehepartner die Ehepartnerin zu Arbeit, am Wochenende steht dann irgendwo in Deutschland der nächste Großeinsatz zum Schutz von Reisenden und zur Abwehr von Gefahren durch randalierende Straftäter in Zusammenhang mit Fußballspielen an. Und zum Ausgleich erhal-ten die Einsatzkräfte bisher je nach Lage der Zeit zwischen 0,73 bis 3,11 Euro pro Stunde. Setzt man diesen minimalen finanziellen Ausgleich in Vergleich zu dem Verlust der Lebensqualität in Form von Gemeinsamkeit in der Familie an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen, so kann man wirklich nur noch von Almosen sprechen. Hier stehen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in einem krassen Gegensatz.“

Walter fordert deshalb die Einführung einer steuerfreien „Fußballeinsatzzulage“ von 10 € pro Ein-satzstunde an Wochenenden und Feiertagen. „Die durch den DFB vertretenen Fußballvereine und insbesondere die Deutsche Fußball Liga (DFL) stehen hier auch in einer moralischen Pflicht, denn die massiven gewalttätigen Ausschreitungen und der notwendige Schutz der Reisenden und des Allgemeinguts lassen sich nicht von den mehr als lukrativen Fußballereignissen trennen.

 

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