Fast vergessene Zeichensprache der Ganoven kehrt zurück

14. Februar 2013 | Themenbereich: Berlin, Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Jeden Tag registriert die Berliner Polizei rund 30 Einbrüche. Die aktuellste Statistik: Von Januar bis Juni 2012 wurden 5919 Einbrüche gemeldet. „Das ist ein Anstieg von 12,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Tendenz ist leider steigend“, sagt Bodo Pfalzgraf, Landesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) Berlin.

In den letzten Monaten werden vermehrt die aus dem 12. Jahrhundert stammenden „Gaunerzinken“ an Berlins Hauswänden, Briefkästen, Klingelbrettern, Türzargen und Zäunen entdeckt. Bodo Pfalzgraf: „Vor allem Einbrecher, Trickbetrüger, Trickdiebe und Bettler aus Osteuropa nutzen die Zeichen. Die Täter geben so ihr Ganovenwissen dann an die nachfolgenden Täter weiter.“ Denn die Banden gehören meist zu den reisenden Tätern und agieren überregional. „Haben sie in einem Bereich genug, ziehen sie in die nächste Region weiter“, sagt der Landesvorsitzende.

Besonders Wohnungsbaugesellschaften, Hausverwaltungen, Eigenheimbesitzer und Mieter können auf solche Zeichen achten und sie – wenn noch nichts passiert ist – sofort entfernen. In Verdachtsfällen sollte Rücksprache mit der Polizei genommen werden.

 

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