Bilanz der Fastnachtsveranstaltungen 2013

13. Februar 2013 | Themenbereich: Rheinland-Pfalz, Verkehr | Drucken

„Die Fastnachtszeit stellt die Polizei immer wieder vor besondere Herausforderungen. Gemessen an der Zahl der Feiernden, in diesem Jahr bei frostigem Wetter, ist der Höhepunkt der ‚Närrischen Tage‘ in Rheinland-Pfalz allerdings ohne größere Zwischenfälle verlaufen“, sagte Innenminister Roger Lewentz in einer ersten Bilanz am Dienstagnachmittag.

Er bedankte er sich bei allen Einsatz- und Rettungskräften für die hervorragende Arbeit in den vergangenen Tagen. Bereits in den zurückliegenden Jahren reagierte die Polizei im Zusammenwirken mit den Ordnungsbehörden im Sinne eines kooperativen und ganzheitlichen Ansatzes, unter anderem durch das Einrichten glasfreier Veranstaltungsbereiche und das Verbot des Mitführens alkoholhaltiger Getränke als Reaktion auf den zunehmenden Alkoholkonsum jüngerer Besucherinnen und Besucher und die damit einhergehenden Gewaltdelikte.

„Folglich lag der Schwerpunkt der polizeilichen Einsatz- und Kontrollmaßnahmen auch in diesem Jahr wieder auf der Verhinderung von Gewaltdelikten sowie der Einhaltung der Bestimmungen des Jugendschutzes“, so Lewentz. Die Umzüge in Trier und Koblenz seien vergleichsweise störungsfrei verlaufen. Es kam lediglich zu vereinzelten Körperverletzungsdelikten und Sachbeschädigungen sowie anderen  Straftaten. Zudem mussten rund 15 (2012: 100) Platzverweise erteilt werden.

Als herausragendes Ereignis der Straßenfastnacht stellte sich wieder der Rosenmontagsumzug in Mainz mit rund 500.000 Besuchern dar. Das Polizeipräsidium Mainz setzte mit Unterstützung anderer Präsidien und der Bereitschaftspolizei 799 (2012: 790) Polizeikräfte ein, um die notwendigen Maßnahmen zur Gefahrenabwehr und zur Strafverfolgung vorzunehmen zu können. Allein während des Umzugs in der Landeshauptstadt wurden bei Jugendschutzkontrollen von Polizei und Mitarbeitern des städtischen Jugendamtes 491 (544) junge Menschen überprüft. Dabei wurden 150 (174) Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz festgestellt und über 80 (120) Liter an alkoholischen Getränken vernichtet. Zudem musste die Polizei gegenüber dem Vorjahr statt 26 nur 18 Personen in polizeilichen Gewahrsam nehmen. Insgesamt wurden 134 (72) Strafanzeigen gestellt. In 107 (138) Fällen mussten gegen aggressive Besucher Platzverweise erteilt werden.

Auf das gesamte Land Rheinland-Pfalz gesehen wurden bei Fastnachtsveranstaltungen zwischen 07. Februar und 12. Februar 2013 (Stand heute 12.00 Uhr) insgesamt 3.528 Polizeikräfte eingesetzt, die Ordnungs- und Jugendbehörden beteiligten sich mit 265 Kräften an den Einsatzmaßnahmen. Es wurden 5.524 Personen kontrolliert, davon 623 alkoholisierte Kinder oder Jugendliche. Insgesamt wurden 747 Straftaten registriert, überwiegend handelte es sich dabei um Körperverletzungs- und Sachbeschädigungsdelikte. 180 Straftaten wurden davon von Kindern oder Jugendlichen begangen. Bei 3.105 Personen musste die Identität festgestellt werden, es wurden 543 Platzverweise erteilt, gegen 118 Personen wurden freiheitsentziehende Maßnahmen eingeleitet.

Im Straßenverkehr wurden bei 100 Personen Blutentnahmen wegen Alkoholisierung oder Fahrens unter Drogeneinfluss durchgeführt, 66 Führerscheine wurden sichergestellt. In 52 Fällen konnte der Antritt einer Trunkenheitsfahrt verhindert werden.

Die Widerstandshandlungen gegen Polizeibeamte sind erfreulicherweise niedrig geblieben, hier wurden 35 Fälle registriert.

„Erfreulich ist, dass es in Mainz gegenüber dem letzten Jahr deutlich entspannter zuging. Es war insbesondere feststellbar, dass die Maßnahmen, die die Polizei ergriffen hat, erfolgreich waren“, so der Innenminister.

Die gute Zusammenarbeit von Polizei und Ordnungsbehörden habe sich insgesamt bewährt und den Narren zum Höhepunkt der Karnevalssaison sichere und weitestgehend friedliche Feiern beschert. Größere Schadensereignisse blieben nach Erkenntnissen der Polizei ebenso aus wie schwere Unfälle bei Umzügen oder schwere Verletzungen nach Gewaltdelikten

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.