Service des Zentrums für satellitengestützte Kriseninformation erstmals für Bundesbehörden aktiv

8. Februar 2013 | Themenbereich: Bevölkerungsschutz | Drucken

Bei Überflutungen im jordanischen Flüchtlingslager Al Zaatari unterstützen neue Satellitenbilder die logistische Arbeit des THW.

Das Zentrum für satellitengestützte Kriseninformation (ZKI) wurde 2004 als Forschungsprojekt des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt gegründet und erstellt satellitengestützte Kartenprodukte bei Natur- und Umweltkatastrophen, für humanitäre Hilfsaktivitäten und die zivile Sicherheit weltweit. Über einen Rahmenvertrag können die Geschäftsbereichsbehörden des BMI die von ZKI erstellten Satellitenbildkarten seit Jahresbeginn rund um die Uhr anfordern. Wie groß der Bedarf an solchen Produkten ist, zeigte sich bereits in den ersten Tagen der Kooperation.

Starke Regenfälle führten Anfang Januar zu Überflutungen und Zerstörungen im jordanischen Flüchtlingslager Al Zaatari, in dem über 40.000 syrische Flüchtlinge leben. Zur genauen Situationserfassung erstellte das ZKI, im Auftrag des Technischen Hilfswerks umgehend Schadensanalysen und Satellitenbildkarten für eine optimale Koordinierung des Notfalleinsatzes. Für die Region gibt es kaum verlässliches Kartenmaterial. Aktuelle Schadensinformationen stehen ohne Rückgriff auf Satellitenbilder nicht zur Verfügung. Die Leistungen des ZKI-Service sind daher eine wichtige Grundlage für die logistische Arbeit des THW, das seit Sommer 2012 im Auftrag der Vereinten Nationen vor Ort im Einsatz ist.

Bereits wenige Stunden nach der Aktivierung konnte das erste ZKI-Produkt ausgeliefert werden. Zunächst wurde eine Referenzkarte erstellt, die die Ausdehnung des Camps vor der Überflutung und die dortige Infrastruktur zeigt. Gleichzeitig wurde der deutsche Satellit TerraSAR-X für eine Neuaufnahme programmiert, um eine Kartierung des Lagers nach der Überflutung zu erstellen. 48 Stunden nach Anfrage konnten Analysen auf Basis aktueller Satellitenaufnahmen ausgeliefert werden.

 

Quelle: BMI

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