Keine Narrenfreiheit für Störenfriede in der „fünften Jahreszeit“

7. Februar 2013 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Rheinland-Pfalz | Drucken

„Der Höhepunkt der närrischen Tage steht unmittelbar bevor und stellt für die Polizei sowohl in einsatztaktischer als auch in personeller Hinsicht immer wieder eine besondere Herausforderung dar. Auch in diesem Jahr werden die Einsatzkräfte den störungsfreien Verlauf der Fastnachtsveranstaltungen gewährleisten“, sagte Innenminister Roger Lewentz. Veranstaltungsbedingte Verkehrsbeeinträchtigungen sollen auf ein Mindestmaß reduziert, gewalttätige Auseinandersetzungen frühzeitig erkannt und verhindert sowie Straftaten und Ordnungswidrigkeiten konsequent verfolgt werden.

Der Schwerpunkt der polizeilichen Einsatzkonzepte liege auf der Verhinderung von Gewaltdelikten und Einhaltung der Bestimmungen des Jugendschutzes. Im besonderen Blickpunkt der Kontrollen steht dabei der zunehmend festzustellende übermäßige Alkoholkonsum von Jugendlichen und Heranwachsenden. Anzahl und Einsatz der Kräfte orientierten sich an den Erfahrungen der Vorjahre, insbesondere an den bekannten „Brennpunkten“, so der Minister.

Positive Effekte haben sich durch intensive Zusammenarbeit zwischen Polizei, Ordnungsbehörden und Jugendämtern ergeben. So hat die Polizei im vergangenen Jahr alleine beim Rosenmontagszug in Mainz in Zusammenarbeit mit Ordnungs- und Jugendamt mehr als 500 junge Menschen kontrolliert. Hierbei wurden 174 Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz festgestellt sowie 120 Liter Alkohol sichergestellt und vernichtet.

Die Polizei wird auch in diesem Jahr gezielt gegen Gewalt vorgehen. So wurden alleine in der Landeshauptstadt im Umfeld des Rosenmontagsumzug im letzten Jahr 138 Platzverweise gegenüber aggressiven Besuchern ausgesprochen. Landesweit kam es in der letzten Fastnachtssaison zu 43 Strafanzeigen wegen Widerstandshandlungen gegen Polizeibeamte. 15 Polizeibeamtinnen und -beamte wurden hierbei verletzt; zudem musste in insgesamt 89 Fällen die Polizei Rettungskräfte vor aggressive Personen schützen. In diesem Zusammenhang appelliert Minister Lewentz an ein friedliches Feiern. „Die Polizei wird konsequent gegen aggressives oder gewaltsames Verhalten vorgehen, auch in der ‚fünften Jahreszeit‘ herrscht für Störenfriede keine Narrenfreiheit“, so Lewentz.

Allein in Mainz, Koblenz und Trier werden mehr als 1.500 Polizistinnen und Polizisten dafür Sorge tragen, dass Feiern ausschließlich Freude bringt. Weiterhin sollen die speziell auf die jeweiligen Veranstaltungen abgestimmten Verbotsverfügungen der Ordnungsbehörden – wie beispielsweise örtlich begrenzte Glasverbote – einen Beitrag zu mehr Sicherheit leisten. Für die Großveranstaltungen in den Karnevalshochburgen im Land ergibt sich folgender Kräfteansatz:

Rosenmontagsumzug in Mainz  833

Rosenmontagsumzug in Koblenz  208

Rosenmontagsumzug in Trier  120

Altweiberfastnacht in Trier am 7. Februar  166

Zusätzlich zum Fastnachtsgeschehen wird die Polizei am Freitag mit starkem Kräfteaufgebot die als Risikospiel eingestufte Zweitbundesligabegegnung des 1. FC Kaiserslautern gegen SG Dynamo Dresden bewältigen müssen. Die Polizei Rheinland-Pfalz wird damit in den folgenden sechs Tagen insgesamt nahezu 3.000 Polizeibeamtinnen und -beamten in besonderen Veranstaltungslagen einsetzen.

 

 

 

 

 

 

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