Zukünftige Führungskräfte der Polizeien üben an der AKNZ für den Katastrophenfall

5. Februar 2013 | Themenbereich: Aktuell | Drucken

Es ist schon Tradition: Seit 2004 kommen die Studierenden der Deutschen Hochschule der Polizei (DHPol) aus Münster zum Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), um einmal im Jahr die Bewältigung von Großschadenslagen realitätsnah zu trainieren. Über 1200 Nachwuchskräfte waren es seitdem.

Christoph Unger, Präsident des BBK, betonte bei der Auftaktveranstaltung an der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ), wie notwendig die Zusammenarbeit von polizeilicher und nichtpolizeilicher Gefahrenabwehr zum Schutz der Bevölkerung ist: „Es ist wichtig, dass alle an der Schadensbewältigung Beteiligten verstehen, wie sie ihre spezifischen Maßnahmen optimal aufeinander abstimmen.“ Das Zusammenspiel der Beteiligten muss gerade bei großen Lagen und bei Schadensereignissen mit mehreren Schadensstellen funktionieren. Stetige Übung führt so zu einer unmittelbaren Steigerung der Sicherheit für alle Bürgerinnen und Bürger“, so Unger weiter.

In diesem Jahr werden 113 Studentinnen und Studenten der Bundespolizei, des Bundeskriminalamts und der 16 Länderpolizeien vor wichtige Problemlösungen gestellt. Begleitet werden sie von Dozenten der DHPol, der AKNZ, Angehörigen des Ständigen Stabes des Polizeipräsidiums Münster, Mitarbeitern des Polizeipräsidiums München, des Bayerischen Fortbildungsinstitutes, verschiedener Feuerwehren und weiterer Dienststellen aus Nordrhein-Westfalen. Insgesamt sind rund 170 Personen an der diesjährigen sog. Stabsrahmenübung beteiligt. Der Präsident der DHPol, Klaus Neidhardt, bedankte sich für das Engagement des BBK und die Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen der AKNZ sowie der anderen beteiligten Dienststellen und Institutionen, ohne die eine realitätsnahe Übung in diesem Umfang in all den Jahren der sehr guten Zusammenarbeit nicht möglich gewesen wäre.

In den nächsten vier Tagen müssen die Studierenden unter anderem einen fiktiven Unfall mit einem Verkehrsflugzeug auf dem Flugplatz Münster-Osnabrück sowie zeitversetzt ein schweres Zugunglück und eine drohende Explosion mit Auswirkungen auf ein in der Nähe stattfindendes Musikkonzert bewältigen. Basierend auf dem Stromausfall im Münsterland 2005 werden die Studierenden mit den Problemen eines derartigen „Blackouts“ konfrontiert.

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