Gesetz gegen Manipulationen im Sport

5. Februar 2013 | Themenbereich: Bayern, Justiz | Drucken

Bayerns Justizministerin Dr. Beate Merk hat vor dem Hintergrund des neuen Fußball-Sportwettenskandals ein umfassendes Gesetz gegen Manipulation und Korruption im Sport angemahnt.

Merk: „Wir haben es hier wohl mit höchst kriminellen Machenschaften zu tun, die die Lauterkeit des Sports unterwandern. Die jetzt bekannt gewordenen Fälle führen uns deutlich vor Augen, dass es hier nicht um kleine Betrügereien geht. Vielmehr hat hier die organisierte Kriminalität ein neues Betätigungsfeld entdeckt, in dem es um viel Geld geht. Wenn wir da nicht durchgreifen, stehen Sauberkeit und Fairness des Sports auf dem Spiel!“ Merk fordert seit Jahren einen eigenständigen Straftatbestand, der sowohl die Manipulatoren als auch die das Spiel Beeinflussenden direkt als Täter erfasst. Hierzu sind bereits 2009 und 2011 in ihrem Haus Referentenentwürfe erarbeitet worden.

Merk weiter: „Die Entwicklungen zeigen, dass wir dringend über ein umfassendes Gesetz zum Schutz des Sports nachdenken müssen. Chancengleichheit und Fairness im Sport werden nicht nur durch Doping gefährdet. Auch die Bestechungsskandale der letzten Jahre erschüttern die Glaubwürdigkeit des Sports! So haben uns der Bochumer Wettskandal und die insoweit ergangenen Urteile des Bundesgerichtshofs deutlich vor Augen geführt, wie problematisch und schwierig eine Verurteilung wegen vollendeten Betruges bei Spielmanipulationen in denjenigen Fällen ist, in denen es nicht zu Gewinnauszahlungen der Wettbüros kommt. Die Ehrlichkeit und Lauterkeit der Sportler darf durch einzelne kriminelle Täter nicht in Zweifel gezogen werden.“

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