K.O.-Tropfen: Die Gefahr lauert im Glas

4. Februar 2013 | Themenbereich: Innere Sicherheit | Drucken

Sie sind geruchlos, beinahe geschmacklos und gefährlich – K.O.-Tropfen.

Gerade in der Faschingszeit sind Feiernde besonders gefährdet, denn die Täter schlagen meist auf großen Veranstaltungen zu. K.O.-Tropfen sind Drogen, die einer anderen Person ohne deren Wissen und Einverständnis verabreicht werden, um sie handlungsunfähig, hilflos oder willenlos zu ma chen. Dazu werden Medikamente (Narkose- und Beruhigungsmittel) oder Partydrogen wie GHB (Gammahydroxybutyrat) oder GBL (Gammabutyrolacton) eingesetzt.

In der Partyszene ist GBL/GHB zum Eigenkonsum weit verbreitet und als Liquid Ecstasy, Liquid X, Liquid E, Fantasy, Soap oder G-Juice bekannt. K.O.-Tropfen sind zumeist farb- und geruchlos. Der leicht salzige oder seifenartige Geschmack von GHB wird durch die Aromen in Getränken und Cocktails oft überdeckt. Nach anfänglichen Glücksgefühlen, Entspannung, Enthemmung und allgemeiner Stimulierung folgen Übelkeit und Schwindel.

Das Opfer wird willenlos und in der Folge häufig bestohlen oder gar missbraucht. Kommt es zur Bewusstlosigkeit, haben Opfer häufig keine oder nur vage Erinnerungen an das, was passiert ist.

Bei Überdosierung kann es zu Koma und tödlicher Atemlähmung kommen.

Schutz vor K.O.-Tropfen:

 

  •  Getränke bei der Bedienung bestellen und selbst entgegennehmen.
  •  Von Unbekannten keine offenen Getränke annehmen. – Offene Getränke nicht unbeaufsichtigt lassen.
  •  Bei Übelkeit Hilfe beim Personal suchen.
  •  Freundinnen und Freunde achten aufeinander und lassen ihre Getränke nicht aus den Augen.
  •  Freundinnen und Freunde holen im Ernstfall sofort ärztliche Hilfe für das Opfer und verständigen das Personal.
Quelle: Polizeiliche Kriminalprävention

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