Fürther Fans an Raststätte angegriffen

4. Februar 2013 | Themenbereich: Bayern | Drucken

Als nicht tolerierbaren Gewaltausbruch hat heute Bayerns Innenminister Joachim Herrmann den gestrigen Angriff auf Fans der SpVgg Greuther Fürth an der Raststätte ‚Steigerwald‘ (BAB3, Landkreis Erlangen-Höchstadt) bezeichnet. „Wir gehen davon aus, dass die Gewalttäter Anhänger eines rivalisierenden Fußballvereins sind“, erläuterte Herrmann und verwies auf die intensiven Ermittlungen des Polizeipräsidiums Mittelfranken wegen Landfriedensbruch. „Sobald die Gewalttäter ermittelt sind, erwarte ich auch vom betreffenden Fußballverein harte Konsequenzen bis hin zu lebenslangen Stadionverboten“, forderte Herrmann. „Diese gewalttätigen Chaoten haben beim Fußball nichts verloren.“ Herrmann kündigte an, das Problem mit sogenannten ‚Drittortauseinandersetzungen‘ auch beim geplanten bayerischen Fußballgipfel zu thematisieren. Gemeinsam mit den sieben bayerischen Vereinen der Bundesliga und der 2. Liga sowie Vertretern von Fans und Polizei wird es dort darum gehen, das DFL-Sicherheitskonzept in Bayern umzusetzen und damit gewaltbereite Chaoten wirkungsvoll in die Schranken zu weisen.

Gestern kurz vor Mitternacht wurden Fans der SpVgg Greuther Fürth am Rastplatz ‚Steigerwald‘ nach ersten Angaben von über 50 vermummten Personen mit Leitpfosten, Ästen und brennenden Bengalo-Feuern angegriffen. Nachdem sich die Fürther Fans noch rechtzeitig in ihre vier Reisebusse zurückziehen konnten, beschädigten die Angreifer die Busse mit Ästen, Flaschen und Steinen. Die Polizeieinsatzzentrale Mittelfranken löste daraufhin einen Großeinsatz aus. Zahlreiche mittelfränkische Einsatzkräfte, darunter auch Beamte mit Diensthunden und ein Polizeihubschrauber, wurden von Einheiten aus dem benachbarten Unterfranken unterstützt. Bei den Fahndungsmaßnahmen konnte eine Person festgenommen werden. Derzeit fahndet das Polizeipräsidium Mittelfranken mit Hochdruck weiter, um alle Täter dingfest zu machen. Dazu gehört auch zu ermitteln, zu welcher rivalisierenden Gruppierung die Angreifer gehören.

Ersten Schätzungen zufolge entstand ein Gesamtsachschaden in Höhe von 30.000 bis 40.000 Euro. Nach bisherigem Kenntnisstand wurde niemand verletzt.

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