Polizeieinsatz in Memminger Schule

23. Januar 2013 | Themenbereich: Bayern, Polizei | Drucken

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat sich nach dem Bericht zum gelungenen Polizeieinsatz in Memmingen über das fraktionsübergreifende Lob aus dem Landtag für die Einsatzkräfte gefreut: „Diese außergewöhnlich belastende und gefährliche Bedrohungslage konnte nur deshalb so gut bewältigt werden, weil die Schule ihr örtliches Sicherheitskonzept zusammen mit der Memminger Polizei vorbildlich umgesetzt hat.“ Ein schwer bewaffneter 14-Jähriger hatte am 22. Mai 2012 an der Lindenschule in Memmingen Amokalarm ausgelöst. Laut Herrmann zeigt dieses Beispiel eindrucksvoll die Notwendigkeit tragfähiger Sicherheitsmaßnahmen. „Ich appelliere daher an alle Schulen, umfassende Sicherheitskonzepte in enger Zusammenarbeit mit der örtlichen Polizei zu erstellen, regelmäßig fortzuschreiben und einzuüben“, betonte Herrmann.

Das bewährte Sicherheitskonzept für die Lindenschule basiert auf den ‚Empfehlungen der Bayerischen Polizei zur Erstellung von Sicherheitskonzepten an Schulen‘. Es wird regelmäßig in Lehrerkonferenzen thematisiert und aktualisiert. Darüber hinaus sind die Lindenschule und die Memminger Polizei in ständigem Kontakt. Herrmann: „Die Bayerische Polizei steht allen bayerischen Schulen rund um die Uhr mit Rat und Tat zur Seite.“

Beim Einsatz an der Lindenschule waren insgesamt 180 Polizeibeamte sowie über 200 Personen verschiedener Hilfsorganisationen beteiligt. Schon fünf Minuten nach der Alarmierung durch die Schulleitung traf der erste Streifenwagen ein. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich etwa 280 Schülerinnen und Schüler in der Schule. Der 14-Jährige hatte die Schule aber schon verlassen und konnte trotz intensiver Fahndungsmaßnahmen zunächst nicht festgestellt werden. Gegen 17:15 Uhr ging bei der Polizei eine Mitteilung zu einer verdächtigen Person am Sportheim Steinheim ein, die von der Beschreibung nicht auf den 14-Jährigen hindeutete. Die sofort entsandte Streife der Polizeiinspektion Memmingen wurde von der Person unvermittelt mit der Schusswaffe bedroht. Die Situation konnte jedoch durch ihr besonnenes Handeln ‚eingefroren‘ werden. Der Täter verschanzte sich anschließend am Sportplatz Steinheim, beschoss die zwischenzeitlich eingesetzten Beamten des Spezialeinsatzkommandos und konnte erst gegen 20 Uhr durch die Polizei zur Aufgabe bewegt werden. Der Einsatz ging damit unblutig zu Ende. Der 14-Jährige hatte zwei scharfe Schusswaffen, eine Luftdruckpistole und eine große Menge Munition bei sich.

 

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