Zentrale Waffendatei erleichtert Polizeiarbeit

22. Januar 2013 | Themenbereich: Bayern, Polizei | Drucken

Hermann Benker, Vorsitzender des bayerischen Landesverbandes der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), begrüßt, dass mit dem Start des nationalen Waffenregisters eine langjährige Forderung seiner Gewerkschaft endlich umgesetzt wurde. Damit kann sich die Polizei nun über den legalen Waffenbesitz einer Person rund um die Uhr informieren. Darüber hinaus hält Benker die Durchführung flächendeckender und vor allem unangemeldeter Kontrollen der vorschriftsmäßigen und sicheren Aufbewahrung von Waffen in Bayern für erforderlich.

Mit Einführung des nationalen Waffenregisters ist die digitale Welt endlich auch bei dieser sensiblen Thematik angekommen. Bisher waren die Daten auf Karteikarten oder nichtkompatiblen EDV-Systemen im gesamten Bundesgebiet versteckt. Während europaweit der Werdegang jedes Fundfahrrades anhand der Individualnummer schon lange nachvollzogen werden konnte, erstreckten sich bei Waffenfunden die Recherchen auf fast 600 unterschiedliche Behörden. Die neue Datei erleichtert polizeiliche Ermittlungen und Einsätze, da wichtige Informationen nun rund um die Uhr zu jedem Objekt und zu jeder Person abrufbar sind.

Die Vollzugspraxis, nach der Waffenbesitzer nur stichprobenartig und nach vorheriger Anmeldung kontrolliert werden, verhindert nach Ansicht der DPolG aber nach wie vor eine effiziente Kontrolle. Es muss weiterhin alles getan werden, dass mit legal gelagerten Waffen durch Nachlässigkeiten bei den Aufbewahrungsvorschriften kein großes Unheil angerichtet werden kann.

 

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