„Miteinander reden“ fördert Interkulturellen Dialog

22. Januar 2013 | Themenbereich: Feuerwehr - Katastrophenschutz | Drucken

Kommunikationskampagne, Schulungsmodul, Handreichung, Materialset und Regionalkonferenzen: Das Integrationsprojekt „Miteinander reden!“ des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) bietet eine breite Informationsbasis. Mit dem durch den Europäischen Integrationsfonds geförderten Projekt knüpft der DFV an die Ergebnisse des Projekts „Deine Feuerwehr – Unsere Feuerwehr! Für ein offenes Miteinander!“ an. Im Mittelpunkt des einjährigen Projekts, das zum Jahresanfang gestartet ist, steht nun der Interkulturelle Dialog. „Kommunikation ist eine der Grundbedingungen menschlichen Miteinanders. Um mein Gegenüber zu verstehen, muss ich offen für den Dialog sein“, erläutert DFV-Vizepräsident Ulrich Behrendt: „Hierbei soll das Projekt des Deutschen Feuerwehrverbandes Hilfestellung leisten – mit unterschiedlichstem Handwerkszeug je nach Bedarf.“

„Es kommen immer mehr Anfragen von Feuerwehren, aber auch Migrantenselbstorganisationen, die sich mit der Thematik beschäftigen wollen“, berichtet Orhan Bekyigit, DFV-Fachberater Integration. „Teils herrscht Unkenntnis über die Struktur des Gegenübers, die auch zu Desinteresse führen kann – hier wollen wir mit diesem Projekt ansetzen“, erklärt der türkischstämmige Feuerwehrmann.

So stehen die Bereiche Information über die Feuerwehr, Prävention und Mitgliedergewinnung im Mittelpunkt einer Kommunikationskampagne, deren Materialien als Feuerwehr-Jahresaktion bundesweit verbreitet werden sollen. Eine Handreichung wird Praxistipps für den Interkulturellen Dialog nicht nur in Einsatzsituationen geben. Bereits erarbeitetes Schulungsmaterial wird um den Schwerpunkt von „Miteinander reden!“ erweitert. Ein Schulungsmodul zum Thema „Interkultureller Dialog und Konfliktmanagement“ wird erarbeitet und in interessierten Feuerwehren in der Praxis ausgebildet. Die Schulungsmaterialien sollen in einem Set zur Verfügung gestellt werden.

Direkt miteinander in den Dialog kommen Feuerwehrangehörige mit Migrationshintergrund oder Interesse an der Thematik bei zwei Regionalkonferenzen: Am 3. bis 5. Mai 2013 (Koblenz) und 27. bis 29. September 2013 (Kassel) stehen Netzwerkbildung mit Feuerwehrmännern und -frauen aus ganz Deutschland, praktische Feuerwehr-Ausbildung zu interessanten Themen sowie die Inhalte des DFV-Integrationsprojekts im Mittelpunkt. Die „Miteinander reden!“-Abschlusskonferenz findet am 6./7. Dezember 2013 in Berlin statt.

„Die Vielfalt, mit der die Feuerwehren ihren Alltag bewältigen, ist auch unser Ziel für das Miteinander aller Kulturen: Gemeinsamer Einsatz; gleichberechtigt, weltoffen und engagiert. Wir sind auf Ihren Einsatz angewiesen, um diesen Dialog fortzuführen – bitte beteiligen Sie sich!“, appellieren Behrendt und Bekyigit. Aktuelle Informationen zum Projekt gibt es auf der Website des Deutschen Feuerwehrverbandes unter www.feuerwehrverband.de/miteinander.

 

Quelle: DFV

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