Deutlich weniger Unfalltote durch zu schnelles Fahren

22. Januar 2013 | Themenbereich: Nordrhein Westfalen, Verkehr | Drucken

Die Zahl der Verkehrstoten in NRW ist im Jahr 2012 um 17 Prozent gesunken. 526 Menschen starben, das sind 108 weniger als im Vorjahr. Allein 76 Menschen weniger starben durch die Unfallursache zu schnelles Fahren. Die Zahl der durch Raser verursachten Verkehrstoten ging damit um 32 Prozent zurück.

„Unsere Strategie gegen den Killer Nummer 1 werden wir auch in Zukunft konsequent fortführen“, erklärte Innenminister Ralf Jäger heute (22.1.) in Düsseldorf. „Wir haben einen Tiefstand seit der Einführung der Verkehrsunfallstatistik vor 60 Jahren erreicht, aber wir können nicht zufrieden sein, wenn immer noch jede Woche zehn Menschen auf unseren Straßen sterben.“

Die Zahl der Schwerverletzten sank um 1.197 auf 12.678 (- 8,6 Prozent). Insgesamt verunglückten 75.374 Menschen, das sind 4,1 Prozent weniger als im Jahr davor. „Hinter den nüchternen Zahlen verbergen sich oft lebenslange Behinderungen und schwerste körperliche Einschränkungen. Das ist Ansporn, uns nicht auf dem Erreichten auszuruhen“, hob Jäger hervor.

574.151 Verkehrsunfälle ereigneten sich im Jahr 2012, ein Minus von 0,8 Prozent.

Seit dem vergangenen Jahr geht die NRW-Polizei mit der Verkehrsstrategie „Brems Dich – rette Leben!“ gemeinsam mit den Kommunen gegen zu schnelles Fahren vor. Damit reagierten sie auf den dramatischen Anstieg der Zahl der Verkehrstoten um 15 Prozent im Jahr 2011.

„Wir setzen dabei auf mehr Kontrollen, kündigen aber die meisten der Messstellen vorher an“, sagte der Innenminister. „Wir können zwar nicht exakt zuordnen, welchen Anteil die verstärkten Geschwindigkeitskontrollen an der Entwicklung der Unfallzahlen haben, aber die Diskussion um den Blitz-Marathon hat das Bewusstsein für die Gefahren zu schnellen Fahrens gestärkt und damit zu mehr Sicherheit auf unseren Straßen beigetragen.“

Aus der Unfallstatistik leitet Minister Jäger einen weiteren Arbeitsschwerpunkt der Polizei ab. In einem ersten Arbeitsschritt werden die Unfallexperten analysieren, warum die Zahl der tödlichen Unfälle mit Fahrradfahrern um 17 Prozent gestiegen ist. „Wir werden daraus ein sehr gezieltes Konzept aus Aufklärung, Vorbeugung und Kontrolle entwickeln, um die Radlerinnen und Radler besser zu schützen“, so Jäger. „Wir wollen, dass mehr Menschen das umweltfreundliche Fahrrad nutzen. Und deshalb müssen wir es so sicher wie möglich machen.“

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