Aggressive Autofahrer können nur mit mehr Polizeikontrollen gebändigt werden

22. Januar 2013 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

Nur eine verstärkte Präsenz der Polizei auf Deutschlands Straßen und eine Erhöhung der Kontrolldichte könne nach Auffassung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) dafür sorgen, dass die zunehmende Aggressivität im Straßenverkehr nicht weiter ausgelebt werde. GdP-Chef Bernhard Witthaut: „Je weniger Polizei im öffentlichen Raum und auf den Straßen sichtbar ist, umso geringer wird das Risiko, bei der Verletzung von Regeln erwischt zu werden.“

Der GdP-Vorsitzende weiter: „Das führt dazu, dass Regeln überhaupt nicht mehr beachtet und Gesetze übertreten werden. Die Leidtragenden sind wir alle.“ Die Gewerkschaft der Polizei begrüßt, dass sich der am Mittwoch in Goslar beginnende 51. Deutsche Verkehrsgerichtstag den „Aggressionen im Straßenverkehr“ als zentralem Thema widme.

Witthaut: „Höhere Strafen und schärfere Gesetze bringen nichts. Die Experten sind sich bereits jetzt einig: Wir haben kein Gesetzesdefizit, sondern ein Vollzugsdefizit.“ Er plädierte an die Länder, kein Personal bei der Polizei mehr abzubauen, sondern es im Gegenteil zu verstärken.

Auch die Automobilclubs, so Witthaut, machten sich für mehr Kontrollen stark. Die aggressiven Fahrer müssten angehalten und direkt mit ihrem Verhalten konfrontiert werden. Witthaut: „Wenn Verkehrsexperten ein Drittel der Unfälle mit Todesopfern auf aggressive Fahrweisen zurückführen, ist es Zeit, endlich zu handeln.“

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