Rettungshubschrauberversorgung

15. Januar 2013 | Themenbereich: Bayern, Bevölkerungsschutz | Drucken

Innenminister Joachim Herrmann hat die ablehnende Entscheidung Baden-Württembergs über einen neuen Rettungshubschrauberstandort im grenznahen Gebiet zu Bayern bedauert und zugleich die zügige Schaffung eines neuen Rettungshubschrauberstandorts auf bayerischer Seite angekündigt: „Wir müssen die Entscheidung aus Baden-Württemberg so akzeptieren, wie sie ist, auch wenn eine gemeinsame Investition in einen Standort auf baden-württembergischer Seite die fachlich beste Lösung gewesen wäre. Jetzt gilt es, so schnell wie möglich einen neuen Rettungshubschrauberstandort auf bayerischer Seite zu schaffen.“ Herrmann hatte auf der Innenministerkonferenz im vergangenen Dezember hinsichtlich einer möglichen gemeinsamen Lösung mit seinem baden-württembergischen Innenministerkollegen vereinbart, dass eine endgültige Entscheidung bis spätestens Mitte Januar 2013 vorliegen müsse. Bereits damals hatte Herrmann für den Fall einer Absage aus Baden-Württemberg einen neuen eigenen bayerischen Rettungshubschrauberstandort angekündigt. Herrmann hatte zuletzt auch noch am vergangenen Donnerstag am Rande des Neujahrsempfangs des Bundespräsidenten mit dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann über die Angelegenheit gesprochen.

Der Innenminister: „Wir werden jetzt keine Zeit verlieren, um die Luftrettung im südwestlichen Mittelfranken und im nordwestlichen Schwaben durch einen neuen Rettungshubschrauber auf bayerischer Seite weiter zu verbessern. Deswegen plane ich für den 31. Januar 2013 bei der Regierung von Mittelfranken in Ansbach ein Gespräch mit allen betroffenen Oberbürgermeistern und Landräten aus den mittelfränkischen Rettungsdienstbereichen und aus dem Rettungsdienstbereich Augsburg sowie den Krankenkassen.“ Bei dem Treffen soll ein breiter Konsens über das weitere Vorgehen erzielt werden. Danach könne schnell eine Entscheidung über einen neuen Rettungshubschrauberstandort getroffen werden. Herrmann: „Ich will eine endgültige Entscheidung noch im ersten Quartal 2013.“

Herrmann wies die von SPD-Abgeordneten geäußerte Kritik zurück: „Diese Kritik ist umso merkwürdiger, als der baden-württembergische SPD-Innenminister als eigener Parteikollege eine gemeinsame Lösung mit Bayern als fachlich beste verhindert hat. Denn er hat jeden Handlungsbedarf jenseits des 60-Kilometer-Einsatzradius eines Rettungshubschraubers bestritten.“

 

 

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