‚Afghanistan-Spange‘ in Silber

15. Januar 2013 | Themenbereich: Bayern, Polizei | Drucken

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat heute in München 15 bayerischen Polizistinnen und Polizisten die ‚Afghanistan-Spange‘ in Silber für ihre hervorragende Unterstützung bei der Aus- und Fortbildung der afghanischen Polizei verliehen. „Das ist ein überaus wichtiges Engagement zum Aufbau einer rechtsstaatlichen afghanischen Polizei“, betonte Herrmann. „Nur mit einer gut ausgebildeten Polizei gelingt uns dort die langfristige Stabilisierung der öffentlichen Sicherheit. Und erst dann gibt es eine wirkliche Perspektive für die Menschen in diesem krisengeschüttelten Land.“ Zwar sei bis Ende 2014 eine schrittweise Reduzierung der deutschen Polizeibeamten in Afghanistan vorgesehen, so Herrmann. „Aber auch nach 2014 wollen wir die afghanischen Sicherheitskräfte weiter vor Ort beraten.“

Herrmann machte dabei deutlich, dass der Schutz der in Afghanistan eingesetzten deutschen Polizeikräfte oberste Priorität habe. Er behalte die Sicherheitslage dort sehr genau im Auge und lege großen Wert auf tragfähige Konzepte für einen sicheren Einsatz. Trotz des erhöhten Risikos hält der bayerische Innenminister das Mandat der deutschen Polizei in Afghanistan für sinnvoll und unbedingt notwendig. In diesem Zusammenhang verwies Herrmann darauf, dass die Übergabe der Sicherheitsverantwortung an die afghanische Regierung schon seit Anfang 2012 im vollen Gange sei. Die afghanischen Behörden seien bereits für die Sicherheit von 75 Prozent der Bevölkerung verantwortlich. „Wir haben gute Fortschritte und Erfolge bei der Aus- und Fortbildung afghanischer Polizisten“, stellte Herrmann fest.

Das deutsch-afghanische Polizeiprojekt ‚German-Police-Project-Team‘ (kurz GPPT) wurde seit Ende 2009 bereits von 58 Beamten der Bayerischen Polizei unterstützt. Aktuell sind 18 bayerische Polizistinnen und Polizisten in der afghanischen Hauptstadt Kabul sowie in den Regionen Kunduz und Mazar-e-Sharif eingesetzt. Mittlerweile konnten bereits über 9.000 afghanische Polizeibeamte unmittelbar ausgebildet oder im Rahmen eines Mentoring betreut werden. Zudem wurden schon über 1.100 afghanische Trainer ausgebildet.

Die ‚Afghanistan-Spange‘ ist eine polizeieigene Auszeichnung und bringt die besondere Wertschätzung für den vorbildlichen Einsatz deutscher Polizistinnen und Polizisten in Afghanistan zum Ausdruck. Sie ist einteilig aufgebaut und zeigt das Relief Afghanistans, das Bundeswappen und die Inschrift ‚GPPT‘. Die ‚Afghanistan-Spange‘ gibt es in den Ausführungen ‚Bronze‘ für drei bis sechs Monate Einsatzzeit, in ‚Silber‘ für sieben bis 14 Monate und in ‚Gold‘ ab einer Einsatzzeit von 15 Monaten.

Eine Polizeibeamtin aus Rosenheim und 14 Polizeibeamte aus Bamberg, Bayreuth, Eichstätt, Gersthofen, Ingolstadt, Marktoberdorf, München und Nürnberg bekamen heute von Herrmann die ‚Afghanistan-Spange‘ in Silber.

 

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