Gefahrenatlas verstärkt die Verkehrssicherheitsarbeit

14. Januar 2013 | Themenbereich: Niedersachsen, Verkehr | Drucken

Mit der Verkehrssicherheitsinitiative 2020 hat sich Niedersachsen zum Ziel gesetzt, die Anzahl der im Straßenverkehr getöteten und schwerverletzten Personen bis zum Jahr 2020 um ein Drittel zu senken. Als einen weiteren Baustein dieser Initiative hat das Niedersächsische Innenministerium in enger Kooperation mit der Niedersächsischen Landesverkehrswacht einen Gefahrenatlas entwickelt.

Mit diesem Instrument wird offensiv über besonders unfallträchtige Strecken informiert. „Wir wollen über Information und Transparenz zur Einhaltung und Beachtung der Geschwindigkeitsregeln auffordern. Der Gefahrenatlas ist ein weiteres wichtiges Instrument für dieses wichtige Ziel. Damit setzen wir ein deutliches Signal: bei den Maßnahmen für die Sicherheit auf unseren Straßen geht es ausschließlich darum, Menschenleben zu retten. Viel zu oft kommt es noch zu schwersten Unfällen auf unseren Landstraßen wegen überhöhter Geschwindigkeit. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir durch die Veröffentlichung von besonders gefährlichen Strecken im Internet weiter sensibilisieren können, langsam und vorausschauend zu fahren. Mit dem Gefahrenatlas können sich Verkehrsteilnehmer jeweils ganz aktuell über gefährliche Strecken informieren“, sagte Innenminister Uwe Schünemann.

Bei dem Gefahrenatlas handelt es sich um eine ab sofort freigeschaltete Internetseite unter www.gefahrenatlas-niedersachsen.de, auf der Strecken mit einer überdurchschnittlichen Anzahl von Verkehrsunfällen mit Getöteten und Verletzten in Niedersachsen dargestellt werden.

Entwickelt wurde der Gefahrenatlas in einem gemeinsamen Projekt des Niedersächsischen Innenministeriums, der Landesverkehrswacht, der Technischen Universität Braunschweig und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt. Die Polizei hat dazu ihre Verkehrsunfalldaten zur Verfügung gestellt.

Betrieben wird der Gefahrenatlas durch die Landesverkehrswacht Niedersachsen. So steht das Instrument beispielsweise den kommunalen Straßenverkehrs- und Straßenbaubehörden oder auch Fahrschulen zur Verfügung, um sich entsprechend zu informieren. „Wir werden auch in diesem Jahr nicht nachlassen, die Verkehrssicherheit in Niedersachsen weiter zu stärken und die vielfältigen Maßnahmen und Initiativen aus unserem Konzept der Verkehrssicherheitsinitiative 2020 fortzusetzen.

„Im letzten Jahr haben wir mit dem länderübergreifenden Blitzermarathon ein deutliches Signal für ein Mehr an Verkehrssicherheit in Niedersachsen gesetzt. 1.000 Polizistinnen und Polizisten haben über 24 Stunden an über 350 Messstellen 120.000 Fahrzeuge überprüft. Fast 4.000 Geschwindigkeitsverstöße waren das Ergebnis. Die Beanstandungsquote lag bei 3,16 und damit weit unterhalb von Ergebnissen anderer Kontrollen. Mit dem offenen und transparenten Ankündigen der Kontrollen wollen wir klar machen, dass es uns nicht um Abzocke geht“, sagte Uwe Schünemann.

So sind auch die weiteren Maßnahmen der VSI 2020 ausgerichtet. Diese erstrecken sich von der Präventionsarbeit in Fahrschulen über Verkehrssicherheitswochen bis hin zu Sicherheitskooperationen. In einer „Werkstatt sichere Landstraße“ arbeiten die verantwortlichen Ministerien mit den kommunalen Spitzenverbänden, der Landesverkehrswacht und der Polizei eng zusammen, um Niedersachsens Straßen noch sicherer zu machen“, führte Innenminister Schünemann weiter aus.

Nach den vorläufigen Verkehrsunfallzahlen 2012 ist die Anzahl der Schwerverletzten um ca. 1 % und die Zahl der Verkehrstoten sogar um 10 % zurück gegangen. Mit bisher 485 Verkehrstoten im Jahr 2012 wurde der zweitniedrigste Wert seit dem Bestehen der Verkehrsunfallstatistik erreicht. Die Gesamtzahl liegt auf einem annähernd ähnlichen Niveau wie im Vorjahr.

„Dieses Ergebnis bestärkt mich ganz ausdrücklich in meiner Auffassung, gemeinsam mit unseren Netzwerkpartnern den richtigen Weg mit der Verkehrssicherheitsinitiative 2020 eingeschlagen zu haben. Verkehrssicherheitsarbeit und damit die Rettung von Menschenleben ist unsere gemeinsame Verpflichtung“, sagte Innenminister Uwe Schünemann.

Er kündigte an, dass der nächste landesweite Verkehrssicherheitstag in Niedersachsen am 15. Juni 2013 in Oldenburg stattfindet.

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