Naziaufmärschen in Magdeburg gemeinsam die Stirn bieten

11. Januar 2013 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Rechtsextremismus, Sachsen-Anhalt | Drucken

In einer gemeinsamen Erklärung haben die Schirmherren des Netzwerks für Demokratie und Toleranz in Sachsen-Anhalt, Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff und Landtagspräsident Detlef Gürth, an die Bevölkerung appelliert, sich an den Protesten gegen die geplanten Naziaufmärsche in Magdeburg am 12. und 19. Januar 2013 zu beteiligen. Ministerpräsident Haseloff betonte: „Unsere Demokratie ist wehrhaft und streitbar. Menschenverachtende Ideologien haben bei uns keinen Platz. Setzen wir am 12. und 19. Januar weithin sichtbare Zeichen, indem wir Rechtsextremismus und Intoleranz gemeinsam die Stirn bieten. Ich hoffe, dass viele Bürgerinnen und Bürger unserem Aufruf folgen.“

Landtagspräsident Gürth ergänzte: „Der Nationalsozialismus hat den schlimmsten Terror des 20. Jahrhunderts mit Millionen Menschenopfern und zerstörte Städte gebracht. Deswegen wehren wir Bürger uns, wenn Neunazis versuchen, Geschichte zu verfälschen und durch unsere Städte marschieren wollen. Magdeburg gehört den Magdeburgern, nicht den Nazis!“

Hintergrund

Am 12. Januar 2013 findet in Magdeburg zum fünften Mal die „Meile der Demokratie“ (Breiter Weg) statt. Eine Woche später, am 19. Januar 2013, wird unter dem Motto „Kein Tag für Nazis“ zu Mahnwachen und Kundgebungen aufgerufen. Beide Veranstaltungen richten sich gegen die Aufmärsche von Nazis aus dem gesamten Bundesgebiet aus Anlass des 68. Jahrestages der Bombardierung Magdeburgs. An der „Meile der Demokratie“ wird der Landtagspräsident teilnehmen und an der Kundgebung eine Woche später der Ministerpräsident.

 

 

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