Justizminister weiht ÖPP-Projekt JVA Bremervörde ein

10. Januar 2013 | Themenbereich: Niedersachsen, Strafvollzug | Drucken

Der Niedersächsische Justizminister Bernd Busemann hat heute die neue Justizvollzugsanstalt (JVA) Bremervörde mit einer symbolischen Schlüsselübergabe an den neuen Anstaltsleiter Dr. Arne Wieben eingeweiht.

Mit diesem Vorhaben hat das Land einen neuen Weg eingeschlagen. Die JVA Bremervörde wird im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft (ÖPP) betrieben werden. Bereits Planung und Bau der JVA erfolgten durch den privaten Partner, die BAM Deutschland AG.

„Die hervorragende Zusammenarbeit auf allen Ebenen hat sich nicht nur bei der Vorbereitung und Begleitung des Baus, sondern auch bei der Abstimmung der künftigen Betriebsabläufe innerhalb der Anstalt gezeigt. Allen Beteiligten der Projektgruppe meines Hauses, des Staatlichen Baumanagements, des Aufbaustabs der JVA sowie unseres privaten Partners, danke ich sehr herzlich, dass es zwischen uns keine Streitigkeiten gibt und dass sowohl der Kosten- als auch der Zeitrahmen eingehalten worden ist“, sagte Busemann in seiner Festansprache.

Auf dem etwa 107.000 m² großen Grundstück hat der private Partner gemeinsam mit dem Architekturbüro Fricke, Krüger, Nusser in etwa 18 Monaten Bauzeit 300 Haftplätze für Untersuchungshaft und Strafhaft erstellt, davon 30 Plätze im offenen Vollzug. Die Gefangenen werden von 84 Landesbediensteten betreut, die für die sichere Unterbringung, die Vollzugsplanung und alle hoheitlichen Entscheidungen verantwortlich sind.

Den Landesbediensteten stehen Beschäftigte des privaten Partners an der Seite, die unter anderem die gesamte Bauunterhaltung und -instandhaltung, die Gefangenenverpflegung und ?beschäftigung, aber auch die medizinische Versorgung gewährleisten.

Die Gesamtverantwortung für den Justizvollzug in der JVA Bremervörde obliegt dabei Dr. Arne Wieben, dem Anstaltsleiter.

„Wir stehen am Anfang der Betriebsphase der JVA Bremervörde, die ersten Gefangenen werden in drei Wochen aufgenommen. Ich erwarte, dass das, was Sie sich vorgenommen haben, gut funktioniert und dass Bremervörde dem modernen niedersächsischen Justizvollzug gut zu Gesicht steht“, sagte Busemann abschließend.

 

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