Niedersachsen bei der Zusammenarbeit Schule Polizei bestens aufgestellt

2. Januar 2013 | Themenbereich: Niedersachsen, Polizei | Drucken

Die Forderung des Bundesvorsitzenden der GdP, Bernhard Witthaut, nach gezielter Präventionsarbeit der Polizei an Schulen wird von Innenminister Uwe Schünemann ausdrücklich unterstützt. Niedersachsen hat beeindruckende Erfolge dadurch erzielt.

Jede Straftat an den Schulen muss gemeldet werden.

Jede Schule hat einen Ansprechpartner bei der Polizei. So ist der erfreuliche Rückgang der Jugendkriminalität in Niedersachsen zu erklären. Seit Jahren wird eine intensive Zusammenarbeit zwischen allen Verantwortungsträgern in den Schulen und innerhalb der Polizei gepflegt.

„Ich bin sehr froh, dass in den Jahren 2010 und 2011 die Zahl der minderjährigen Tatverdächtigen und gleichzeitig auch die der durch Minderjährigen begangenen Straftaten gesunken ist. Diese erfreuliche Tendenz zeigt sich auch für dieses Jahr. Der Forderung der GEW nach einem Informationsaustausch über straffällige Jugendliche wurde in Niedersachsen bereits Rechnung getragen. Polizei und Schule sind nicht nur verpflichtet, sich bei derartigen Sachverhalten gegenseitig über Personen, Taten oder relevante Sicherheitslagen unverzüglich zu informieren, sondern auch geeignete Maßnahmen gemeinsam zu ergreifen. Das ist vorbildlich“, sagte Innenminister Uwe Schünemann.

Positiver Trend setzt sich fort

In Niedersachsen hat sich über mehrere Jahre eine positive Tendenz bei der Entwicklung der Jugendkriminalität manifestiert. Im Jahr 2010 konnte ein Rückgang der Fälle um 8,6 % verzeichnet werden, die von Kindern und Jugendlichen begangen wurden (49.054 aufgeklärte Fälle und damit ein Minus von 4.600 Fällen zum Jahr 2009). In diesem Bezugszeitraum verringerte sich zudem die Zahl der minderjährigen Tatverdächtigen um 11 % (37.521 minderjährige Tatverdächtige und damit ein Minus von 4.681 Tatverdächtigen zum Vorjahr).

Damit zeigte sich der niedrigste Wert der vergangenen 10 Jahre in Niedersachsen. Und genau diese erfreuliche Entwicklung setzte sich im Jahr 2011 fort. Erneut konnte Niedersachsen einen Rückgang der Fälle um 9,61 % feststellen (44.339 Fälle der aufgeklärten Fälle und damit erneut ein Minus um 4.715 Fälle zum Jahr 2010). Und auch in diesem Bezugszeitraum ging die Zahl der minderjährigen Tatverdächtigen wiederum um 8,53 % zurück (34.322 minderjährige Tatverdächtige und damit ein Minus um 3.199 minderjährige Tatverdächtige).

„Dieser Rückgang ist kein Zufall und keine Momentaufnahme, sondern ein verfestigter Trend. Unsere erfolgreiche Arbeit in den Handlungsfeldern der Prävention und der Repression wirkt sich ganz klar langfristig und nachhaltig aus. Unsere Maßnahmen sind maßgeschneidert. Mit den spezialisierten Jugendsachbearbeitern, mit dem gezielten und konsequenten Vorgehen gegen jugendliche Intensivtäter auf der Grundlage des entwickelten Landesrahmenkonzeptes „Minderjährige Schwellen- und Intensivtäter“ oder der Bekämpfung von übermäßigem Alkoholkonsum von Minderjährigen auf der Grundlage gezielter Programme wie den Alkohol-Testkäufen haben wir bundesweit einmalige Rahmenbedingungen geschaffen. Und genau so geht es auch in diesem Jahr weiter. In dem Vergleichszeitraum Januar bis September 2011/2012 sind allein die von Kindern und Jugendlichen begangenen Fälle um 2.313 zurückgegangen. Auch die Zahl der minderjährigen Tatverdächtigen sank um beeindruckende 1.672″, sagte Innenminister Schünemann.

Maßnahmenpaket ist umfassend

„Zwischen Polizei und Schule wurde ein umfassendes Maßnahmenkonzept vereinbart. Dieses sieht unter anderem vor, dass gemeinsame und regelmäßige Besprechungen stattfinden. Örtliche Ansprechpartner der Polizei und der Schule sind namentlich festgelegt und für den permanenten Erfahrungs- und Informationsaustausch zuständig. Die Kooperation erstreckt sich zudem auf gemeinsame Unterrichtsgestaltungen, Einbindung von Lehramtsstudenten und Teilnahme an Elternabenden. Weiter hat sich die Polizei auch organisatorisch auf die Herausforderungen mit der Einrichtung eines Jugendkommissariates eingestellt“, führte Innenminister Schünemann weiter aus.

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