Polizei.Sachsen.2020 – Neue Strukturen ab 2013

31. Dezember 2012 | Themenbereich: Polizei, Sachsen | Drucken

Sachsen soll weiterhin eines der sichersten Länder in Deutschland bleiben. Um dieses Ziel zu erreichen, muss die Polizei mit dem gesellschaftlichen Wandel Schritt halten. Auf Höhe der Zeit zu bleiben heißt auch, Bestehendes und scheinbar Bewährtes zu hinterfragen.

Mit dem Projekt „Polizei.Sachsen.2020“ erhält die Polizei einen langfristigen Planungshorizont. Die Polizei in Sachsen ist weiterhin dort, wo der Bürger sie braucht. Dabei bleibt die Polizei bürgernah, flexibel und leistungsstark. Dabei wird die Organisationsstruktur an den operativen Bedürfnissen ausgerichtet

Der Aufbau der neuen Polizeiorganisation folgte hierbei dem Grundgedanken der „Bürgernähe und Regionalität“, was sich insbesondere in den folgenden Eckpunkten widerspiegelt:

Die Anzahl der Streifenbeamten wird beibehalten.

Zukünftig gibt es mehr Bürgerpolizisten als Ansprechpartner vor Ort.

Die Einsparung von Personal erfolgt in überdurchschnittlichem Maße in den Bereichen Führung, Stab und Verwaltung.

Die polizeiliche Präsenz wird durch Erhalt der derzeitigen Standorte sichergestellt.

Beim Abstimmungsprozess zu den zukünftigen Revierstandorten wurde die Ausgewogenheit der Gesamtstruktur der sächsischen Polizei ebenso berücksichtigt wie regionale Besonderheiten. Im Jahr 2016 wird eine umfassende Evaluierung der neuen Strukturen erfolgen.

 

Hintergrund:

Die Stellenentwicklung in der sächsischen Polizei war in den vergangenen Jahren von der Bevölkerungsentwicklung abgekoppelt und wird nunmehr schrittweise bis zum Jahr 2025 angepasst. Im Jahr 2010 verfügte die sächsische Polizei (einschließlich Verwaltung) über 13.911 Stellen (ohne Beamte in Ausbildung). Im Jahr 2025 werden es 11.280 Stellen sein.

Damit wird Sachsen über eine höhere Polizeidichte verfügen, als der Durchschnitt der vergleichbaren Altbundesländer. Hier liegt die Polizeidichte bei 1 zu 427. In Sachsen werden im Jahr 2025 405 Einwohner von einem Polizeivollzugsbeamten betreut. Bei dieser Zielgröße wurden die landesspezifischen Besonderheiten Sachsens berücksichtigt. wie z. B. Grenzlage, politisch motivierte Kriminalität, insbesondere im rechtsextremistischen Bereich, sowie eine beachtliche Anzahl an Gewalttätern Sport.

Mit der Erhöhung der Ausbildungszahlen ab dem Jahr 2009 ist das Fundament gelegt worden, dass ab dem Jahr 2012 jährlich 300 Beamte nach Ausbildungsabschluss in die sächsische Polizei eingestellt werden können. Hiermit kann mittelfristig der Anstieg des Durchschnittsalters bei der Polizei gestoppt und langfristig eine Trendumkehr erreicht werden.

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