Präsidium für Technik Logistik und Verwaltung bleibt erhalten

18. Dezember 2012 | Themenbereich: Hessen, Innere Sicherheit | Drucken

Innenminister Boris Rhein teilte heute den rund 400 Beschäftigten des zentralen Service- und Technikdienstleisters der hessischen Polizei im Präsidium für Technik Logistik und Verwaltung (PTLV) mit, dass das Präsidium erhalten bleibt. Diese Entscheidung hat der Minister auf Basis einer externen und ergebnisoffenen Untersuchung durch eine unabhängige Unternehmensberatung getroffen.

„Das für die Bereiche Technik und Verwaltung eingerichtete PTLV bleibt ein integraler Bestandteil der hessischen Polizei und damit eine von insgesamt elf Polizeibehörden. Die Experten kommen in ihrer Untersuchung zu dem Ergebnis, dass es unter Bündelungsaspekten keine Alternative zum PTLV gibt“, erklärte Innenminister Boris Rhein.

Der Hessische Rechnungshof kritisierte im Mai 2011, dass sich die Behörde nicht auf polizeispezifische Beschaffungen konzentriere, Aufträge freihändig, dass heißt ohne Wettbewerb vergebe und die Dienstwagenflotte zu groß sei. Daraufhin sah Minister Rhein akuten Handlungsbedarf und beauftragte eine Anwaltskanzlei sowie eine Unternehmensberatung, um sowohl die Vergabeverfahren, als auch die Organisationsstruktur kritisch prüfen zu lassen.

„Zu den Vergabeverfahren hat die Anwaltskanzlei festgestellt, dass in keinem der untersuchten Vorgänge ein schwerwiegender Vergabeverstoß zutage getreten ist. Danach hat das PTLV im Bereich der Beschaffung und Vergaben seine Hausaufgaben gemacht. Aus der Organisationsuntersuchung haben sich insgesamt 79 Handlungsempfehlungen ergeben, die im Kern eine Neugestaltung und personelle Stärkung des Vergabeprozesses, die Entwicklung eines systemischen internen Kontrollsystems, den Ausbau des Controllings und eine noch stärkere Ausrichtung des PTLV und seiner Prozesse nach dem Dienstleistungs- und Servicegedanken vorsehen. Ich danke angesichts dieses Prüfungsergebnisses dem Hessischen Rechnungshof für seine Denkanstöße“, erläutert Innenminister Boris Rhein.

Der Minister sieht die Handlungsempfehlungen als den Anfang einer kontinuierlichen Weiterentwicklung des PTLV als zentraler Dienstleister der hessischen Polizei und möchte diese so schnell wie möglich umsetzen. Wichtig ist ihm dabei, die Beschäftigten durch die Mitarbeit in Arbeitsgruppen in die Planung und Umsetzung einzubinden, damit sich so eine dauerhafte Akzeptanz der Veränderungen entwickelt.

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