Mindestlohn für Sicherheitsdienstleistungen steigt ab 1. Januar 2013

18. Dezember 2012 | Themenbereich: Security | Drucken

„Zum 1. Januar 2013 erhöhen sich die Mindestlöhne für Sicherheitsdienstleistungen auf mindestens 7,50 Euro“, so BDSW-Präsident Wolfgang Waschulewski.

Bad Homburg – Der Mindestlohn für Sicherheitsdienstleistungen steigt am 1. Januar 2013 auf mindestens 7,50 Euro pro Stunde, darauf wies heute der Präsident des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft (BDSW), Wolfgang Waschulewski, hin. In 12 von 16 Bundesländern gelten dann 7,50 Euro als Minimum für die Entlohnung von Sicherheitsdienstleistungen. Nur 4 Bundesländer weichen nun noch von diesem einheitlichen Mindestlohn ab: Am meisten wird mit 8,90 Euro in Baden-Württemberg gezahlt, es folgen Bayern (8,42 Euro), Nordrhein-Westfalen (8,23 Euro) und Hessen (7,86 Euro).

„Nachdem bereits zum 1. März 2012 eine Steigerung um 7,2 Prozent erfolgte, wiederholt sich diese Entwicklung nun erneut.“, erläuterte der BDSW-Präsident die Lohnsituation. „Zusammen mit der deutlichen Erhöhung zur Einführung des Mindestlohns zum 1. Juni 2011 hat es die Branche damit geschafft, innerhalb von eineinhalb Jahren die Löhne vor allem in den neuen Bundesländern deutlich zu steigern“, stellte Waschulewski die enormen Anstrengungen der Sicherheitsdienstleister dar. Nach allen derzeit vorliegenden Zahlen sei es zu keinem Beschäftigungsabbau gekommen. Dazu habe sicher die gute Konjunkturlage, aber auch die Bereitschaft der meisten Kunden beigetragen, notwendige Preisanpassungen vorzunehmen.

Waschulewski machte aber auch klar, dass sich die Entlohnung bei den Sicherheitsdienstleistungen nicht allein auf den Mindestlohnbereich fokussiert. Private Sicherheitsdienstleister hätten sich in den letzten Jahren zum „Allrounder“ entwickelt, die in unterschiedlichsten Aufgabengebieten privater und öffentlicher Sicherheit tätig seien. Dies spiegelt sich auch in den Lohnstrukturen der Branche wider. Insgesamt habe der BDSW über 350 Tätigkeiten in 16 Bundesländern tarifiert. Davon liegen bereits heute 200 Stundengrundlöhne über der Marke von 8,00 Euro. Waschulewski forderte die öffentlichen und privaten Auftraggeber auf, dies bei ihrer Auftragsvergabe zu beachten. „Eine qualifizierte Sicherheitsdienstleistung erfordert ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese sind nicht zum Mindestlohn erhältlich“, so Waschulewski abschließend.