Wissen gegen Internetkriminalität

17. Dezember 2012 | Themenbereich: Justiz, Mecklenburg-Vorp. | Drucken

„Es war ein wichtiger Schritt dieses Jahr in Mecklenburg-Vorpommern eine Schwerpunktstaatsanwaltschaft mit einer Zentralstelle zu kombinieren. Damit hat unser Land bundesweit die weitreichendste Organisation gegen die Internetkriminalität. Andere Bundesländer verfügen entweder über eine Schwerpunktstaatsanwaltschaft oder eine Zentralstelle“, so die Ministerin in Greifswald.

„Die Kriminalität im Internet nimmt zu. Datendiebstahl, Netzattacken, Viren, Würmer, Skimming, Raubkopien, Phishing oder auch Kinderpornografie sind nur ein Bruchteil der Ermittlungsarbeit für Staatsanwälte im Netz. Hier in Mecklenburg-Vorpommern haben wir die zunehmende Gefahr erkannt. Während bundesweit die registrierten Straftaten im Internet im Jahr 2010 um 19 Prozent im Vergleich zu 2009 stiegen, waren es in Mecklenburg-Vorpommern 37 Prozent. Im Jahr 2011 wies die polizeiliche Kriminalitätsstatistik in MV einen weiteren Anstieg um zehn Prozent aus. Knapp neun von zehn Tätern im Internet sind Erwachsene. Das sind meistens Menschen, die vorher nie oder kaum kriminell aufgefallen waren. Aber sie agieren in gefährlichen Gruppen. In keinem anderen Bereich der Kriminalität ist der Vorsprung der Täter vor ihren Verfolgern so groß wie im Internet“, sagte Justizministerin Kuder.

„Mecklenburg-Vorpommern kann mit Experten reagieren. Wir bündeln das Wissen der Staatsanwälte in der Schwerpunktstaatsanwaltschaft Rostock und in der Zentralstelle für die Bekämpfung der Informations- und Kommunikationskriminalität bei Generalstaatsanwalt. Nur so können wir uns weiterhin gut wappnen, um den Vorsprung der Täter zu verringern“, so Ministerin Kuder.