Videoüberwachung im öffentlichen Raum

17. Dezember 2012 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Der BDK hatte den Bundesinnenminister bereits im Oktober 2012, vor dem Fund der Sprengstofftasche im Bahnhof Bonn, aufgefordert, für einen forcierten Ausbau der Videoüberwachung in den DB-Bahnhöfen zu sorgen und dies am Beispiel von stattgefunden Gewalttaten in Berliner Bahnhöfen aufgezeigt.

„Es kann nicht sein, dass beispielsweise bei der zur Deutschen Bahn gehörenden S-Bahn in Berlin lediglich sehr wenige ausgewählte Bahnhöfe über eine Videoüberwachung verfügen, während bei der BVG (U-Bahn, Bus und Tram) nahezu alle Bahnhöfe, Bahnen und Busse über eine Videoüberwachung mit 48-h-Speicherfrist verfügen“, beschrieb damals der BDK-Landesvorsitzende aus Berlin, Michael Böhl, den unterschiedlichen Ausstattungsumfang zur Videoeiüberwachung an Berliner Bahnhöfen.

„Kriminalisten benötigen Videoaufzeichnungen vorrangig zur Aufklärung von Straftaten und hier gibt es eine Vielzahl von Beispielen, angefangen mit den Bombenanschlägen auf den öffentlichen Personenverkehr 2005 in London bis zur Identifizierung der sog. Kofferbomber 2006 auf dem Kölner Bahnhof,“ begründet der stell. BDK-Bundesvorsitzende Bernd Carstensen die Wichtigkeit von Videoaufzeichnungen im öffentlichen Raum.

„Wenn es zu Gewaltstraftaten in Bahnhöfen oder sonstigen öffentlich zugängigen Bereichen kommt, erwartet die Bevölkerung – zu Recht – die rasche Ermittlung der Täter. Dazu brauchen wir die Videoüberwachung flächendeckend bei der Deutschen Bahn.

Videoüberwachung heißt in diesem Fall, Speicherung der Videoaufzeichnungen zu Auswertezwecken von mindestens 48 Stunden“, so der stell. BDK-Bundesvorsitzende Bernd Carstensen.

„Mit der Aufklärung der Straftaten decken Kriminalisten gleichzeitig kriminelle Strukturen und Vernetzungen der Täter oder Tätergruppierungen auf und verhindern so sofortiges weiteres kriminelles Vorgehen der Täter,“ weiß der stell. BDK-Bundesvorsitzende Bernd Carstensen auch um die nicht zu unterschätzende präventive Wirkung von Straftatenaufklärung.

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