Videotechnik zur Gefahrenabwehr und Strafverfolgung ausbauen und modernisieren

17. Dezember 2012 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

In der Diskussion über eine verstärkte Videoüberwachung von Bahnhöfen und öffentlichen Plätzen unterstützt die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) Bundesinnenminister Friedrich. „Wir brauchen auf Bahnhöfen und öffentlichen Plätzen den Einsatz von Videokameras. Einsatzkräfte der Polizei können dann zum Beispiel auf dem Berliner Alexanderplatz im Notfall schnell vor Ort sein. Die Aufzeichnungen der Videokameras dienen nicht zuletzt der Beweissicherung.“ sagte DPolG Bundesvorsitzender Rainer Wendt.

Wendt kritisiert die Ablehnungsreflexe mancher Politiker. „Zu sagen, die Videobeobachtung helfe nicht, stimmt so nicht. Bei verdächtigen Situationen auf Bahnhöfen, können aufgrund von Kamerabildern schnell Spezialisten der Polizei herangezogen werden. Die Politiker, die die Polizei stärker personell ausstatten wollen, um Kriminalität zu bekämpfen, haben zwar recht. Aber man kann das eine tun, ohne das andere zu lassen.

 

Die Debatte entbehrt deshalb nicht einer gewissen Heuchelei. Denn niemand kann erwarten, dass die Bundespolizei rund um die Uhr auf den über 4000 Bahnhöfen in Deutschland präsent ist. Also müssen weitere Möglichkeiten der Straftatenbekämpfung herangezogen werden.

Die Zusammenarbeit zwischen Bahn und Bundespolizei funktioniert im Übrigen bereits sehr gut. Die Bahn hat ihr Sicherheitspersonal aufgestockt. Beide – Bahn AG und Bundespolizei – sind jedoch gut beraten ihre derzeitige Meinungsverschiedenheit in Bezug auf den Einsatz von Videotechnik nicht öffentlich auszutragen. Das schadet der gemeinsamen, erfolgreichen Zusammenarbeit.“

Die DPolG fordert, bei der Installation von Videobeobachtungsgeräten darauf zu achten, statt veralteter Videotechnik moderne, digitale Geräte einzusetzen.