Justizminister ehrt besonders verdiente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

17. Dezember 2012 | Themenbereich: Niedersachsen, Strafvollzug | Drucken

Der Niedersächsische Justizminister Bernd Busemann hat heute (14. Dezember 2012) in Hannover 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geehrt, die sich durch hervorragenden Einsatz oder besondere Leistungen in ihrer Arbeit im niedersächsischen Justizvollzug ausgezeichnet haben. „Ihre Verdienste zeigen zum Einen, mit welchen Herausforderungen der Arbeitsalltag im Justizvollzug verbunden ist. Zum Anderen wird erkennbar, dass die Angehörigen des Vollzuges oft über eine ausgeprägte soziale Kompetenz und Zivilcourage verfügen“, lobte Busemann

Im Rahmen einer Feierstunde im Gästehaus der Niedersächsischen Landesregierung hob der Justizminister jeweils auch den besonders vorbildlichen Einsatz der geehrten Bediensteten hervor. So beispielsweise eine Amtsinspektorin im JVD, die als examinierte Krankenschwester Ende August 2012 als Leiterin des Gesundheitsdienstes der Abteilung Lingen-Damaschke Dienst hatte, als ein verletzter Mann die Pforte der Abteilung aufsuchte und um Hilfe bat. Er hatte sich auf einer benachbarten Baustelle einen Finger abgesägt und einen weiteren verletzt. In der unmittelbaren Nachbarschaft war ihm vorher jede Hilfe verweigert worden. Die heute – stellvertretend für das gesamte Team – geehrte Beamtin dagegen leitete sofort die notwendigen Erste-Hilfe-Maßnahmen ein, beruhigte den Patienten, informierte die Angehörigen und organisierte die Suche nach dem abgetrennten Finger.

In einem anderen Fall befanden sich zwei Amtsinspektoren der JVA Oldenburg direkt nach ihrem Feierabend auf dem Weg zu ihrem Auto, als sie einem Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft begegneten, der sich gerade im Gespräch mit einem anderen Mann befand. Als die beiden Beamten mit dem Auto wenig später erneut diese Stelle passierten, lag der Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft regungslos auf der Straße. Er war infolge eines Herzstillstandes gestürzt und hatte sich den Hinterkopf aufgeschlagen. Die beiden Justizvollzugsbeamten eilten sofort zu Hilfe und wurden dabei von einem Ersten Justizwachtmeister des Landgerichts Oldenburg sowie einer bis heute unbekannten Passantin unterstützt. Dank der sofort eingeleiteten Notfallversorgung hat der Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft den Herzinfarkt überlebt und befindet sich auf dem Weg der Genesung.

Für die musikalische Umrahmung der Feierstunde sorgten zwei Inhaftierte der Jugendanstalt Hameln, die dort von dem professionellen Klavierlehrer Georgi Dimitrov unterrichtet werden. Der Unterricht wird von der Internationalen Stiftung zur Förderung von Kultur und Zivilisation angeboten und finanziert. Die Stiftung engagiert sich in Niedersachsen seit 2006 in der Jugendanstalt Hameln. Rund 40 junge Inhaftierte sind bisher in den Genuss des Klavierunterrichts gekommen.

„Den heutigen Tag möchte ich daher auch nutzen, um dieser Stiftung meinen Dank für Ihr Engagement auszusprechen“, betonte Bernd Busemann. Der Justizminister hob hervor, dass die von Hartmut Zimmermann in insgesamt 13 Anstalten organisierte „Musik hinter Gittern“ einen wesentlichen Beitrag zur Wiedereingliederung der Inhaftierten in das Leben außerhalb des Vollzugs leistet.

 

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