Bilanz Aktion ‚Herbstfrost‘

14. Dezember 2012 | Themenbereich: Bayern, Polizei | Drucken

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat heute die zu Ende gegangene Schwerpunkt-Kontrollaktion ‚Herbstfrost‘ der Bayerischen Polizei als einen vollen Erfolg bezeichnet. „Neben vielen weiteren Straftaten hatten wir 157 illegale Personen und zehn Schleusungsfälle festgestellt“, erläuterte Herrmann. Das sei ein wichtiges Signal gegen illegale Einwanderung und skrupellose Schleuserbanden. Zudem wurden bei den umfangreichen Kontrollen 176 Personen sowie 63 Fahrzeuge und Sachen festgestellt, die zur Fahndung ausgeschrieben waren. Vor dem Hintergrund dieser Ergebnisse machte Herrmann deutlich: „Wir setzen weiterhin verstärkt auf unsere erfolgreiche Schleierfahndung und gehen intensiv gegen grenzüberschreitende Kriminalität vor.“

Die Schwerpunkt-Kontrollaktion ‚Herbstfrost‘ richtete sich in erster Linie gegen illegale Migration. Die Fahnder hatten aber auch jede andere Form der Kriminalität im Visier und ein besonderes Augenmerk auf die Verkehrssicherheit. Seit dem 26. November 2012 hatten die Polizeipräsidien Oberbayern Süd, Niederbayern und Schwaben Süd/West im gesamten südbayerischen Raum Schwerpunktkontrollen durchgeführt, die vom Bayerischen Landeskriminalamt koordiniert wurden. Die Kontrollen erbrachten unter anderem folgende Ergebnisse:

  •  101 Personen wegen unerlaubter Einreise
  • 56 Personen wegen illegalen Aufenthalts
  • 10 Schleusungsfälle
  • 53 Rauschgiftdelikte
  • 36 Fälle der Urkundenfälschung
  • 18 Verstöße gegen das Waffenrecht
  • 176 zur Fahndung ausgeschriebene Personen
  •  29 Fahrten ohne Fahrerlaubnis
  • 14 Fahrten unter Drogeneinfluss und eine Fahrt unter Alkoholeinfluss
  •  14 Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz

Beispielsweise gelang es den Schleierfahndern am 26. November 2012 auf der BAB 7 auf Höhe des Autobahndreiecks Allgäu, einen Schleuser aus dem Kosovo mit vier illegalen Personen festzunehmen. Der Pkw kam vom Füssener Grenztunnel und war wegen Spritmangel liegen geblieben.

Am 28. November 2012 wurde ein rumänischer Reisebus im Bereich Bad Reichenhall einer Schleierfahndungskontrolle unterzogen. Ein Fahrgast hatte in der Jackeninnentasche 30 gefälschte rumänische Personalausweise. Möglicherweise waren Betrugshandlungen unter Vorlage der gefälschten Dokumente geplant.

Ebenfalls am 28. November 2012 wurde auf der BAB 8 ein slowakischer Staatsangehöriger kontrolliert. Bei der Durchsuchung seines Fahrzeuges stellte sich heraus, dass er in einem Rucksack insgesamt 1,1 Kilogramm Marihuana im Wert von knapp 6.000 Euro dabei hatte.

Am 3. Dezember 2012 kontrollierten Schleierfahnder auf dem Parkplatz Rottal-Ost der BAB 3 einen Kleintransporter mit bulgarischer Zulassung. Hinter Sperrmüll versteckt kamen 55 Neureifen und 32 Kompletträder im Wert von insgesamt knapp 12.000 Euro zum Vorschein, die zuvor aus einem Teilelager in Hessen gestohlen wurden.

 

 

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