Sicherheitskonzept des DFL – Baustein für friedlichen Fußball

12. Dezember 2012 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) begrüßt, dass sich die Deutsche Fußball-Liga DFL mit ihrem Sicherheitskonzept gegenüber den Vereinen durchgesetzt hat. Dies könne jedoch nur ein erster Schritt sein. GdP-Vorsitzender Bernhard Witthaut: „Das ist ein klares Signal, für mehr Sicherheit in den Stadien zu sorgen. Das Strategiepapier löst jedoch nicht das Gewaltproblem außerhalb der Stadien, und mindert auch nicht die massive Einsatzbelastung der Polizei, besonders bei der An- und Abreise der Fans.“

Mit dem Sicherheitskonzept haben, so die GdP, die Vereine ein Instrumentarium an der Hand, die Sicherheitsbedingungen in den deutschen Fußballstadien zu verbessern und Fehlentwicklungen zu korrigieren. Witthaut: „Dieser Maßnahmekatalog muss lageangepasst und nach den Grundsätzen der Verhältnismäßigkeit angewandt werden. Überregulierungen, wie zum Beispiel durchgängige Leibesvisitationen und Nacktkontrollen lehnen wir ab. Fußballbegeisterte stehen nicht unter Generalverdacht, uns interessieren lediglich die gewaltgeneigten und –bereiten Straftäter.“

Sicher sei aber auch, so die GdP, dass die Vereine erheblich mehr finanzielle Mittel in die Sicherheit investieren müssen. Witthaut: „Es liegt auch in den Händen der Vereine, den Einfluss gewaltbereiter Ultras in ihren Strukturen zurückzudrängen. Die Gewaltspirale muss auf allen Ebenen durchbrochen werden.“

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