Sicherheitskonzept der Fußballvereine wird nur Verlierer produzieren

12. Dezember 2012 | Themenbereich: Die Linkspartei, Parteien | Drucken

„Mit Drohungen zur Abschaffung von Stehplätzen in Stadien bis hin zur Kostenübernahme von Polizeieinsätzen in und um Fußballstadien haben die Innenminister von Bund und Ländern die Bundesligavereine zu Beschlüssen gezwungen, die kontraproduktiv und zum Teil undurchführbar sind“, sagt Frank Tempel, für die Fraktion DIE LINKE Mitglied im Innenausschuss, mit Blick auf das heute beschlossene Sicherheitskonzept der Fußballvereine. „Es ist schade, dass angesichts des ungeheuren Drucks vernünftige Positionen und Vorschläge, wie z.B. die Abstimmung zu verschieben und kurzfristig eine Kommission zu bilden, in die unter anderem Fanvertreter einbezogen werden könnten, keine Chance hatten. Der kreative Protest der Fans ist von den Verantwortlichen weitgehend ignoriert worden, was Zweifel an der Ernsthaftigkeit des Dialogangebotes der DFL (Deutsche Fußball Liga) weckt.“

Tempel weiter: „Mit der Verschärfung von Kontrollen, Überwachungsmaßnahmen und Kollektivstrafen werden alle Fußballfans für das Austicken einiger weniger Gewalttäter in Haftung genommen. Die logisch folgende Solidarisierung der Fanszene wird aber gerade das Herausdrängen von Gewalttätern aus den Stadien verhindern. Den Innenministern geht es dabei weniger um Problemlösungen, sondern um Punkte beim verunsicherten Wahlvolk. Die Hoffnung der DFL, dass nunmehr der Druck der Politik aufhört, ist trügerisch. Bei den ersten Vorkommnissen werden neue populistische Forderungen erhoben. Leidtragende ist auch die durch Stellenstreichungen und Aufgabenverdichtung überlastete Polizei der Länder und die Bundespolizei.“

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.