Polizisten auch in diesem Winter auf GdP-Mütze angewiesen

12. Dezember 2012 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

„Wir lassen niemanden in der Kälte alleine“ – unter diesem Motto hatte die GdP Ende vergangenen Jahres 5000 Wintermützen an die Polizisten des Wach- und Wechseldienstes verteilt, die bei Wind und Wetter draußen ihren Dienst versehen. Was nur als Überbrückungshilfe für einen Winter gedacht war, droht erneut zur Übergangslösung zu werden. Der Grund: Die neuen Wintermützen, die als Alternative zur ungeliebten Russenmütze bis Weihnachten vom Landesamt für zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) an die Polizeibehörden geliefert werden sollten, weisen massive Qualitätsmängel auf. Die Auslieferung wurde deshalb sofort gestoppt.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat den Lieferungsstopp für die fehlerhaften Mützen begrüßt, dringt aber auf eine grundsätzliche Überprüfung des Beschaffungsverfahrens bei der Polizei. „Es ist ein Witz, dass die Polizisten weiter mit der GdP-Mütze über den Winter kommen müssen, trotzdem war die Entscheidung des LZPD, die Auslieferung sofort zu stoppen, richtig“, sagte GdP-Landesvorsitzender Arnold Plickert. „Jetzt ist der Hersteller in der Pflicht, umgehend für fehlerfreie Mützen zu sorgen.“

In den vergangenen Jahren gab es auch bei der neuen Polizeipistole, beim ausziehbaren Einsatzmehrzweckstock und bei der Einsatzverpflegung für die Hundertschaften massive Qualitätsprobleme. „Die lange Mängelliste kann auch daran liegen, dass die Preisvorstellungen des Innenministerium zu niedrig sind, um vernünftige Qualität zu erwarten. Das muss ausgeschlossen werden“ fordert Plickert.

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