Grüne lehnen DFL-Sicherheitskonzept in der jetzigen Form ab

12. Dezember 2012 | Themenbereich: Die Grünen, Nordrhein Westfalen, Parteien | Drucken

In ihrer heutigen Sitzung hat die Grüne Fraktion das Positionspapier „Fußballfans ernst nehmen – Gewalt verhindern“ (siehe Anhang) beschlossen. Es bewertet das DFL-Sicherheitskonzept kritisch und ruft zu einem verbesserten Dialog und Ausbau der präventiven Maßnahmen durch die Vereine auf. Dazu erklärt Josefine Paul, sportpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Landtag NRW:

„In dieser aufgeheizten Situation müssen die Vereine und Verbände stärker als bisher ihre Verantwortung wahrnehmen. Der Fußball ist ein Milliardengeschäft. Daraus resultiert eine gesellschaftliche Verpflichtung, mehr Geld in die Fanarbeit und Gewaltprävention zu investieren. Um die Polizei zu entlasten, fordern wir von den Vereinen eine Begleitung von Auswärtsfahrten durch qualifiziertes Personal. DFB und DFL brauchen außerdem eine zentrale Anlaufstelle für die Fans, um Stadionverbote transparent und nachvollziehbar zu machen. Wir fordern zudem die Bundesregierung auf, die finanziellen Mittel der Koordinierungsstelle der Fanprojekte (KOS) aufzustocken. Das Land Nordrhein-Westfalen leistet mit der Finanzierung von 14 sozialpädagogischen Fanprojekten seinen Beitrag.

Das Konzept ,Sicheres Stadionerlebnis‘ von DFB und DFL lehnen wir in seiner jetzigen Form ab. Repression kann nicht die Antwort sein, um das bestehende Problem zu lösen. Wir setzen verstärkt auf den Dialog zwischen Fans, Vereinen, Verbänden und Politik. Dieses Positionspapier soll einen Beitrag zu einer differenzierteren Debatte leisten.“

 

 

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