Weniger Verkehrsunfalltote in 2012

11. Dezember 2012 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Über viele Jahre hatte sich die Zahl der auf deutschen Straßen getöteten Verkehrsteilnehmer reduziert. Alleine in der Dekade 2001 bis 2010 kam es zu einem Rückgang von annähernd 50 Prozent. Diese positive Entwicklung wurde durch das „Horrorjahr 2011“ abrupt gestoppt.

Mit 4.009 Menschen, die in Folge von Verkehrsunfällen zu Tode kamen, war ein Anstieg um mehr als 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Rechnet man die aktuellen Zahlen hoch, so ist nun wieder ein Rückgang zu erwarten. Unter Einbeziehung der Septemberzahlen ergibt sich eine Reduzierung von fast 8 Prozent auf 3.700.

Der Bundesvorsitzende der DPolG, Rainer Wendt, stellt fest: „Dies ist auch ein Erfolg polizeilicher Verkehrssicherheitsarbeit. Die vielfältigen Aktivitäten der Polizei auf den Feldern der Verkehrsunfallprävention, der konsequenten Verkehrsüberwachung und der begleitenden Öffentlichkeitsarbeit zeigen langfristig Wirkung.“

In Berlin erklärte DPolG-Bundesvorsitzender Rainer Wendt: „Selbstverständlich gibt es eine Vielzahl von Faktoren, die die Verkehrsunfallentwicklung beeinflusst haben. Dazu gehören eine positive Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur, technische Neuerungen hinsichtlich der Fahrzeugsicherheit sowie die Verbesserung der Rettungskette. Es ist darüber hinaus aber auch unstrittig, dass gerade das konsequente polizeiliche Einschreiten nach begangenen Verkehrsverstößen positiven Einfluss auf das Verhalten der Verkehrsteilnehmer hat, selbst wenn damit Sanktionen wie Geldbuße oder Verwarngeld verbunden sind.“

Da aber „jeder im Straßenverkehr Getötete ein Toter zu viel ist“ und es jetzt noch schwieriger wird, das von der Bundesregierung angestrebte Ziel „Minus 40 Prozent bis 2020“ zu erreichen, fordert Wendt auch im Sinne der „Vision Zero“:

 

  •  Verstärkter Einsatz automatisierter Verkehrsüberwachung (z. B. „Section control“)
  •  Halterhaftung zur Erhöhung des Entdeckungsrisikos
  •  Beweissichere Atemalkoholanalyse bei Verkehrsstraftaten

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